Joshua

Aus Baronie Schwarzenfels
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Joshua (*292 in Mausig) steht in den Diensten von Sir Fenef von Eichenthal.

Leben

Joshua wurde als unehelicher Sohn des Metzgers Winfried Schmalbrust geboren. Obwohl verheiratet, trieb sich Winfried häufig in zwielichtigen Etablissements herum und unterhielt diverse außereheliche Beziehungen, aus denen Joshua hervorging. Da Joshuas Mutter das Kind nicht behalten wollte, sah sich Winfried gezwungen, sich um Joshua zu kümmern und entgegen dem Willen seiner Frau nahm er das Kind bei sich auf. Die Kindheit und Jugend von Joshua verliefen erwartungsgemäß nicht sehr glücklich. Von seiner Stiefmutter verachtet als Beweis der Untreue Ihres Ehemanns, vom Vater erzwungener Maßen nicht mehr als geduldet, lernte Joshua bereits in frühen Jahren auf eigenen Beinen zu stehen. Von seinen drei Halbgeschwistern verspottet und ausgegrenzt, wuchs Joshua recht alleine auf und lernte seit klein auf, dass sein Platz in der Gesellschaft das Dienen war. Ob in der Metzgerei seines Vaters oder in der mütterlichen Küche, stets war es an Joshua die niedrigsten Arbeiten zu verrichten. An eine schulische Ausbildung war nicht zu denken und als er das vierzehnte Lebensalter vollendet hatte, verließ Joshua eines Nachts das elterliche Haus mit nichts viel weiter bei sich als ein bißchen Kleidung und einen Laib Brot, den er aus der Speisekammer gestohlen hatte. Die nächsten Jahre schlug er sich als Tagelöhner fernab der einstigen Heimat durch und landete letztlich in einer größeren Stadt. Dort verrichtete er allerlei und nicht immer nur gesetzestreue Arbeit und wurde eines Tages von der dortigen Stadtwache wegen einfachen Diebstahls in Gewahrsam genommen. Wer weiß, wie es mit Joshua weitergegangen wäre, wäre es nicht zu einem großen Krieg im fernen Lande Mythodea gekommen, in welchen die Stadt involviert gewesen war. Alle Männer, ob frei oder nicht, wurden zum Kriegsdienst in einem Heerzug eingezogen. Joshua wurde zur Mithilfe bei der Versorgung der Kämpfer eingeteilt und musste fortan (unter strenger Beaufsichtigung) die Mannen bedienen, wenn sie vom Schlachtfeld zurückkehrten. So lernte er Sir Fenef von Eichenthal kennen und wohl als Akt der Gnade, nahm ihn dieser auch nach Beendigung des Feldzuges in seine Dienste in Schwarzenfels auf.

Charakter

Von Natur aus nicht mit einem allzu hellem Verstand gesegnet und durch das fehlende Privileg einer ordentlichen Ausbildung kommt man nicht umher, Joshua eine gewisse Dumpfheit nachzusagen. Aber zumindest verfügt er über ein wenig Bauernschläue, die ihn schon oft am Leben gehalten hat. Und auch wenn er das Prinzip der Stände insgeheim ablehnt und gegenüber dem höher gestellten Adel keinerlei inneren Respekt entgegenbringt, hat er doch die Annehmlichkeiten im Dienste des Herrn Fenef zu schätzen gelernt. Ein sicheres Dach über dem Kopf und ausreichend zu essen zu bekommen ist deutlich mehr als ihm bisher in seinem Leben vergönnt gewesen ist. Und so hat er ebenfalls erkannt, dass es durchaus klug ist, gegenüber den höher gestellen Herrschaften zu buckeln, auf dass auch für ihn immer etwas vom Kuchen abfällt. Manch einer mag ihn der Heuchelei beschuldigen, aber Joshua sieht darin einen geegneten Weg, seine mannigfachen Fehler, die er bei Verrichtung seiner Arbeit bewußt oder unbewußt begeht, auszugleichen. Und wenn auch ganz sicher nicht treu ergeben, so ist er sich der Vorteile seines aktuellen Lebens durchaus bewußt und dient dem Herrn von Eichenthal so gut er es vermag.