Kiefernschlag: Unterschied zwischen den Versionen

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== Lage und Beschreibung ==
== Lage und Beschreibung ==
Das Dorf '''Kiefernschlag''' liegt nahe der [[Eres|Eresschleife]] in der [[Ereshaag|Baronie Ereshaag]]. Namensgebend sind die angrenzenden Kiefernwälder, die charakteristisch für die dortige Gegend sind und aufgrund der günstigen klimatischen Bedingungen seit Jahrhunderten sehr dicht und hoch gewachsen sind. '''Kiefernschlag''' liegt an einer Strasse, welche sich vom [[Rechlinger_Teich|Rechlinger Teich]] an der Südseite des [[Eres]] bis nach [[Tannrod]] schlängelt, so dass viele Durchreisende, aber auch viele Händler gerne für eine Rast in dem Dorf einkehren. So wundert es auch nicht, dass neben einem Sägewerk etwas ausserhalb des Ortes, besonders das für diesen kleineren Ort überraschend große Wirtshaus in der Baronie einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangt hat. Besonders beliebt ist '''Kiefernschlag''' allerdings bei den Sarasena Gläubigen als Wallfahrtsort, wo in dem "Schrein des silbernen Feuers" der Göttin gedankt und um ihre Gunst gebeten werden kann.
Das Dorf '''Kiefernschlag''' liegt nahe der [[Eres|Eresschleife]] in der [[Ereshaag|Baronie Ereshaag]]. Namensgebend sind die angrenzenden Kiefernwälder, die charakteristisch für die dortige Gegend sind und aufgrund der günstigen klimatischen Bedingungen seit Jahrhunderten sehr dicht und hoch gewachsen sind. '''Kiefernschlag''' liegt an einer Strasse, welche sich vom [[Rechlinger_Teich|Rechlinger Teich]] an der Südseite des [[Eres]] bis nach [[Tannrod]] schlängelt, so dass viele Durchreisende, aber auch viele Händler gerne für eine Rast in dem Dorf einkehren. So wundert es auch nicht, dass neben einem Sägewerk etwas ausserhalb des Ortes, besonders das für diesen kleineren Ort überraschend große Wirtshaus in der Baronie einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangt hat. Besonders beliebt ist '''Kiefernschlag''' allerdings bei den Sarasena Gläubigen als Wallfahrtsort, wo in dem "Schrein der silbernen Flamme" der Göttin gedankt und um ihre Gunst gebeten werden kann.


== Wirtschaft ==
== Wirtschaft ==
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== Sägewerk ==
== Sägewerk ==
Das Sägewerk ist ein Meisterwerk moderner Ingenieurskunst. Als einziges seiner Art in der Baronie Ereshaag wird es über einen komplizierten Mechanismus alleine durch die Wasserkraft des Eres angetrieben, so dass ein Einsatz von Zugtieren für das Betreiben der großen Säge nicht mehr notwendig ist. Die Leitung des Werkes ist in ganz Harnac bekannt und so können dort am Tag bis zu zehn Baumstämme zubereitet werden - abhängig vom Wasserstand und der Fließgeschwindigkeit des Flusses. Zurecht ist man in '''Kiefernschlag''' stolz auf diese Errungenschaft und hinter vorgehaltener Hand werden schon Pläne erarbeitet, wie man in Holzwirtschaft auch über die Grenzen hinaus expandieren lassen kann. Vorerst allerdings konzentriert man sich auf die Belieferung der umgebenden Regionen.
Das Sägewerk ist ein Meisterwerk moderner Ingenieurskunst. Als einziges seiner Art in der Baronie Ereshaag wird es über einen komplizierten Mechanismus alleine durch die Wasserkraft des Eres angetrieben, so dass ein Einsatz von Zugtieren für das Betreiben der großen Säge nicht mehr notwendig ist. Die Leistung des Werkes ist in ganz Harnac bekannt und so können dort am Tag bis zu vier Baumstämme zubereitet werden - abhängig vom Wasserstand und der Fließgeschwindigkeit des Flusses. Zurecht ist man in '''Kiefernschlag''' stolz auf diese Errungenschaft und hinter vorgehaltener Hand werden schon Pläne erarbeitet, wie man die Holzwirtschaft auch über die Grenzen hinaus expandieren lassen kann. Vorerst allerdings konzentriert man sich auf die Belieferung der umgebenden Regionen.


== Werrackler ==
== Werrackler ==
Das Gasthaus "Werrackler" blickt auf eine lange Tradition zurück. Bereits zu Zeiten von Gottric von den Beriden soll es errichtet worden sein, damals als kleine Behelfsunterkunft für Reisende - lange, bevor der Ort '''Kiefernschlag''' gegründet wurde. Erst durch die Ansiedlung einiger Holzfäller und dem Aufbau des Ortes wurde das Wirtshaus sukkzessive erweitert, überstand einen schweren Brand im Jahre 834 n.G.M. und stellt heute eine überreginal bekannte Übernachtungsmöglichkeit für Reisende aller Art dar, welche die Baronie Ereshaag durchqueren wollen. Auch wenn das Ambiente eher als rustikal zu bezeichnen ist, so wird seit jeher auf einen gewissen Standard geachtet und es gibt eine gute Küche, welche den ein andere anderen Gast durchaus dazu verleiten mag, eine Nacht länger zu verweilen als es nötig wäre.
Das Gasthaus "Werrackler" blickt auf eine lange Tradition zurück. Bereits zu Zeiten von Gottric von den Beriden soll es errichtet worden sein, damals als kleine Behelfsunterkunft für Reisende - lange, bevor der Ort '''Kiefernschlag''' gegründet wurde. Erst durch die Ansiedlung einiger Holzfäller und dem Aufbau des Ortes wurde das Wirtshaus sukkzessive erweitert, überstand einen schweren Brand im Jahre 834 n.G.M. und stellt heute eine überreginal bekannte Übernachtungsmöglichkeit für Reisende aller Art dar, welche die Baronie Ereshaag durchqueren wollen. Auch wenn das Ambiente eher als rustikal zu bezeichnen ist, so wird seit jeher auf einen gewissen Standard geachtet und es gibt eine gute Küche, welche den ein oder anderen Gast durchaus dazu verleiten mag, eine Nacht länger zu verweilen als es nötig wäre.
 
Woher sich der Name des Gasthauses ableitet, kann heutzutage leider nicht mehr eindeutig erklärt werden, jedoch hält sich das Gerücht, dass an diesem Ort einst ein mächtiger und bösartiger Magier Experimente mit gefährlichen Bestien durchgeführt haben soll und ihm eines verfluchten Tages eine überlebensfähige Kreuzung zwischen einem Rackelhuhn und einem Weradler gelang, einer schrecklichen Kreatur, deren lautes "Gargar, Garagar!" jedem lebenden Wesen das Blut in den Adnern gefrieren ließ. Doch ist dies wohl nur eine alte Spukgeschichte, welche das einfache Volk seinen Kindern erzählt und in keiner ernstzunehmenden Aufzeichung finden sich entsprechende Einträge, so dass diese Geschichte wohl ins Reich der Mythen gehört. Wenn nur nicht hin und wieder aus den Tiefen der Wälder ein leises und entferntes "Gargar... Gargar..." zu erahnen wäre...
Woher sich der Name des Gasthauses ableitet, kann heutzutage leider nicht mehr eindeutig erklärt werden, jedoch hält sich das Gerücht, dass an diesem Ort einst ein mächtiger und bösartiger Magier Experimente mit gefährlichen Bestien durchgeführt haben soll und ihm eines verfluchten Tages eine überlebensfähige Kreuzung zwischen einem Rackelhuhn und einem Weradler gelang, einer schrecklichen Kreatur, deren lautes "Gargar, Garagar!" jedem lebenden Wesen das Blut in den Adnern gefrieren ließ. Doch ist dies wohl nur eine alte Spukgeschichte, welche das einfache Volk seinen Kindern erzählt und in keiner ernstzunehmenden Aufzeichung finden sich entsprechende Einträge, so dass diese Geschichte wohl ins Reich der Mythen gehört. Wenn nur nicht hin und wieder aus den Tiefen der Wälder ein leises und entferntes "Gargar... Gargar..." zu erahnen wäre...


== Schrein des silbernen Feuers ==
== Schrein der silbernen Flamme ==
Der Geschichte nach trug es sich zu, dass vor über einhundert Jahren nächtens ein furchtbares Gewitter über '''Kiefernschlag''' tobte. Ein schlimmer Sturm wütete, Blitze, die alles taghell erscheinen ließen, zuckten über den Himmel und das andauernde Gebrüll des Donners ließen jegliches anderes Geräusch verstummen. In jener Nacht schlug einer der Blitze nahe des Dorfes in eine besonders große und alte Kiefer ein. Der Baumstamm zerfetze, ein brachiales Knacken übertonte für einem kurzen Moment den nächsten Donnerhall und noch eher die Reste der Baumkrone den Boden berühren konnten, sah man kleine Flammen aus dem Baum heraus schießen, welche sich mit unaufhaltsamer Geschwindigkeit ausbreiteten. Die wenigen Einwohner '''Kiefernschlags''', die sich überhaupt trauten ihre Häuser angesichts des dramatischen Wetters zu verlassen, versuchten verzweifelt das Feuer zu löschen, doch unaufhörlich breitete es sich aus, griff, auf weitere Kiefern in dem dichten Wald über, zehrte bereits an den ersten Häusern des Dorfes und aufgrund der wahnwitzigen Geschwindigkeit wäre bald wohl das ganze Dorf den Flammen anheim gefallen und die meisten Bewohner, Alte, Schwache und Kinder qualvoll verendet.  
Der Geschichte nach trug es sich zu, dass vor über einhundert Jahren nächtens ein furchtbares Gewitter (manche sagen ein Gewitter übernatürlichen Ursprungs, verursacht von dunklen Kräften) über '''Kiefernschlag''' tobte. Ein schlimmer Sturm wütete, Blitze, die alles taghell erscheinen ließen, zuckten über den Himmel und das andauernde Gebrüll des Donners ließen jegliches anderes Geräusch verstummen. In jener Nacht schlug einer der Blitze nahe des Dorfes in eine besonders große und alte Kiefer ein. Der Baumstamm zerfetze, ein brachiales Knacken übertönte für einem kurzen Moment den nächsten Donnerhall und noch eher die Reste der Baumkrone den Boden berühren konnten, sah man kleine Flammen aus dem Baum heraus schießen, welche sich mit unaufhaltsamer Geschwindigkeit ausbreiteten. Die wenigen Einwohner '''Kiefernschlags''', die sich überhaupt trauten ihre Häuser angesichts des dramatischen Wetters zu verlassen, versuchten verzweifelt das Feuer zu löschen, doch unaufhörlich breitete es sich aus, griff, auf weitere Kiefern in dem dichten Wald über, zehrte bereits an den ersten Häusern des Dorfes und aufgrund der wahnwitzigen Geschwindigkeit wäre bald wohl das ganze Dorf den Flammen anheim gefallen und die meisten Bewohner, Alte, Schwache und Kinder qualvoll verendet.  
Panik machte sich breit, laute und angsterfüllte Schreie wohin man sich auch wandte und in diesem Augenblick größter Hoffnungslosigkeit, erschien plötzlich ein gleißendes und silberfarbenes Licht. Anders und heller als jeder Blitz, der bislang niedergezuckt war. In diesem Moment verstummt der Donner und der Sturm ebbte ab. Die Blitze wurden ein weit entferntes Wetterleuchten, ganz so als ob sie vor Angst die Flucht ergreifen würden. Aus dem silbernen Licht, wurde die Gestalt eines Pferdes gewahr, eines Pferdes mit einem großen Horn zwischen seinen Augen. Um das Einhorn herum schossen die Flammen empor, doch ehe sie das Tier erreichen konnten, veränderten sie sich. Die Bewegungen der Flammen wurden langsamer, der rötliche Schein verblasste und wurde silbern. Und einen Augenblick später sah man nur nur noch starre Strukturen, silberne Flammen, die fest und unbeweglich verharrten. Das Einhorn jedoch war verschwunden und als sich die Dorfbewohner aus ihrer Angststarre lösen konnten und sich den silbernen Strukturen nähern wollten, so wurden diese durchsichtig und verschwanden. Übrig blieben nur die Spuren des großen Feuers un die Erinnerung und tiefe Demut, welche die teilten, die das Ereignis miterlebt hatten. Fortan wurde Sarasena als die Schutzheilige in '''Kiefernschlag''' verehrt und ihr wurde ein aufweniger Schrein errichte, den man "Schrein des silbernen Feuers" nannte. Und noch heute pilgern viele Sarasena Gläubige an diesen Ort und erzählen die Geschite, die sich dort einst ereignet hat.
Panik machte sich breit, laute und angsterfüllte Schreie wohin man sich auch wandte und in diesem Augenblick größter Hoffnungslosigkeit, erschien plötzlich ein gleißendes und silberfarbenes Licht. Anders und heller als jeder Blitz, der bislang niedergezuckt war. In diesem Moment verstummt der Donner und der Sturm ebbte ab. Die Blitze wurden ein weit entferntes Wetterleuchten, ganz so als ob sie vor Angst die Flucht ergreifen würden. Aus dem silbernen Licht formte sich die Gestalt eines schneeweißen Pferdes mit einem großen Horn zwischen seinen Augen. Um das Einhorn herum schossen die Flammen empor, doch ehe sie das Tier erreichen konnten, veränderten sie sich. Die Bewegungen der Flammen wurden langsamer, der rötliche Schein verblasste und wurde silbern. Und einen Augenblick später sah man nur nur noch starre Strukturen, silberne Flammen, die fest und unbeweglich verharrten. Das Einhorn jedoch war verschwunden und als sich die Dorfbewohner aus ihrer Angststarre lösen konnten und sich den silbernen Strukturen nähern wollten, so wurden diese durchsichtig und verschwanden. Übrig blieben nur die Spuren des großen Feuers und die Erinnerung und tiefe Demut, welche diejenigen teilten, die das Ereignis miterlebt hatten. Fortan wurde Sarasena als die Schutzheilige in '''Kiefernschlag''' verehrt und ihr wurde ein aufweniger Schrein errichte, den man "Schrein der silbernen Flamme" nannte. Und noch heute pilgern viele Sarasena Gläubige an diesen Ort und erzählen die Geschite, die sich dort einst ereignet hat.

Aktuelle Version vom 11. September 2022, 11:46 Uhr

Lage und Beschreibung

Das Dorf Kiefernschlag liegt nahe der Eresschleife in der Baronie Ereshaag. Namensgebend sind die angrenzenden Kiefernwälder, die charakteristisch für die dortige Gegend sind und aufgrund der günstigen klimatischen Bedingungen seit Jahrhunderten sehr dicht und hoch gewachsen sind. Kiefernschlag liegt an einer Strasse, welche sich vom Rechlinger Teich an der Südseite des Eres bis nach Tannrod schlängelt, so dass viele Durchreisende, aber auch viele Händler gerne für eine Rast in dem Dorf einkehren. So wundert es auch nicht, dass neben einem Sägewerk etwas ausserhalb des Ortes, besonders das für diesen kleineren Ort überraschend große Wirtshaus in der Baronie einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangt hat. Besonders beliebt ist Kiefernschlag allerdings bei den Sarasena Gläubigen als Wallfahrtsort, wo in dem "Schrein der silbernen Flamme" der Göttin gedankt und um ihre Gunst gebeten werden kann.

Wirtschaft

Die Haupteinnahmequelle des Dorfes ist sein Export mit Kieferholz, welches nicht nur in Ereshaag, sondern auch in weiten Teilen Harnacs gerne verwendet wird. Wenn auch nicht so stark und robust wie beispielsweise Eiche, so läßt sich das Holz doch sehr vielseitig verwenden und findet sowohl als Baumaterial wie auch als Werkstoff zu filigranen Holzarbeiten sehr viel Verwendung. Wöchentlich werden die geschlagenen Kiefern auf Karren verladen und von dort aus vornehmlich Richtung Osten transportiert. Auf Wunsch werden die Baumstämme auch vorher noch in dem anliegenden Sägewerk entsprechend aufbereitet und geschnitten. Weiterhin lebt der Ort von dem, was der Fluß und ein bischen Landwirtschaft und Viehzucht ihnen liefern. Es wäre vermessen, den Ort als reicht zu bezeichnen, doch leben die Menschen durchaus zufrieden und können sich nicht zuletzt durch die Einnahmen der Reisenden einen etwas angenehmeren Lebensstil leisten als dies in anderen Teilen Harnacs möglich ist.

Sägewerk

Das Sägewerk ist ein Meisterwerk moderner Ingenieurskunst. Als einziges seiner Art in der Baronie Ereshaag wird es über einen komplizierten Mechanismus alleine durch die Wasserkraft des Eres angetrieben, so dass ein Einsatz von Zugtieren für das Betreiben der großen Säge nicht mehr notwendig ist. Die Leistung des Werkes ist in ganz Harnac bekannt und so können dort am Tag bis zu vier Baumstämme zubereitet werden - abhängig vom Wasserstand und der Fließgeschwindigkeit des Flusses. Zurecht ist man in Kiefernschlag stolz auf diese Errungenschaft und hinter vorgehaltener Hand werden schon Pläne erarbeitet, wie man die Holzwirtschaft auch über die Grenzen hinaus expandieren lassen kann. Vorerst allerdings konzentriert man sich auf die Belieferung der umgebenden Regionen.

Werrackler

Das Gasthaus "Werrackler" blickt auf eine lange Tradition zurück. Bereits zu Zeiten von Gottric von den Beriden soll es errichtet worden sein, damals als kleine Behelfsunterkunft für Reisende - lange, bevor der Ort Kiefernschlag gegründet wurde. Erst durch die Ansiedlung einiger Holzfäller und dem Aufbau des Ortes wurde das Wirtshaus sukkzessive erweitert, überstand einen schweren Brand im Jahre 834 n.G.M. und stellt heute eine überreginal bekannte Übernachtungsmöglichkeit für Reisende aller Art dar, welche die Baronie Ereshaag durchqueren wollen. Auch wenn das Ambiente eher als rustikal zu bezeichnen ist, so wird seit jeher auf einen gewissen Standard geachtet und es gibt eine gute Küche, welche den ein oder anderen Gast durchaus dazu verleiten mag, eine Nacht länger zu verweilen als es nötig wäre.

Woher sich der Name des Gasthauses ableitet, kann heutzutage leider nicht mehr eindeutig erklärt werden, jedoch hält sich das Gerücht, dass an diesem Ort einst ein mächtiger und bösartiger Magier Experimente mit gefährlichen Bestien durchgeführt haben soll und ihm eines verfluchten Tages eine überlebensfähige Kreuzung zwischen einem Rackelhuhn und einem Weradler gelang, einer schrecklichen Kreatur, deren lautes "Gargar, Garagar!" jedem lebenden Wesen das Blut in den Adnern gefrieren ließ. Doch ist dies wohl nur eine alte Spukgeschichte, welche das einfache Volk seinen Kindern erzählt und in keiner ernstzunehmenden Aufzeichung finden sich entsprechende Einträge, so dass diese Geschichte wohl ins Reich der Mythen gehört. Wenn nur nicht hin und wieder aus den Tiefen der Wälder ein leises und entferntes "Gargar... Gargar..." zu erahnen wäre...

Schrein der silbernen Flamme

Der Geschichte nach trug es sich zu, dass vor über einhundert Jahren nächtens ein furchtbares Gewitter (manche sagen ein Gewitter übernatürlichen Ursprungs, verursacht von dunklen Kräften) über Kiefernschlag tobte. Ein schlimmer Sturm wütete, Blitze, die alles taghell erscheinen ließen, zuckten über den Himmel und das andauernde Gebrüll des Donners ließen jegliches anderes Geräusch verstummen. In jener Nacht schlug einer der Blitze nahe des Dorfes in eine besonders große und alte Kiefer ein. Der Baumstamm zerfetze, ein brachiales Knacken übertönte für einem kurzen Moment den nächsten Donnerhall und noch eher die Reste der Baumkrone den Boden berühren konnten, sah man kleine Flammen aus dem Baum heraus schießen, welche sich mit unaufhaltsamer Geschwindigkeit ausbreiteten. Die wenigen Einwohner Kiefernschlags, die sich überhaupt trauten ihre Häuser angesichts des dramatischen Wetters zu verlassen, versuchten verzweifelt das Feuer zu löschen, doch unaufhörlich breitete es sich aus, griff, auf weitere Kiefern in dem dichten Wald über, zehrte bereits an den ersten Häusern des Dorfes und aufgrund der wahnwitzigen Geschwindigkeit wäre bald wohl das ganze Dorf den Flammen anheim gefallen und die meisten Bewohner, Alte, Schwache und Kinder qualvoll verendet. Panik machte sich breit, laute und angsterfüllte Schreie wohin man sich auch wandte und in diesem Augenblick größter Hoffnungslosigkeit, erschien plötzlich ein gleißendes und silberfarbenes Licht. Anders und heller als jeder Blitz, der bislang niedergezuckt war. In diesem Moment verstummt der Donner und der Sturm ebbte ab. Die Blitze wurden ein weit entferntes Wetterleuchten, ganz so als ob sie vor Angst die Flucht ergreifen würden. Aus dem silbernen Licht formte sich die Gestalt eines schneeweißen Pferdes mit einem großen Horn zwischen seinen Augen. Um das Einhorn herum schossen die Flammen empor, doch ehe sie das Tier erreichen konnten, veränderten sie sich. Die Bewegungen der Flammen wurden langsamer, der rötliche Schein verblasste und wurde silbern. Und einen Augenblick später sah man nur nur noch starre Strukturen, silberne Flammen, die fest und unbeweglich verharrten. Das Einhorn jedoch war verschwunden und als sich die Dorfbewohner aus ihrer Angststarre lösen konnten und sich den silbernen Strukturen nähern wollten, so wurden diese durchsichtig und verschwanden. Übrig blieben nur die Spuren des großen Feuers und die Erinnerung und tiefe Demut, welche diejenigen teilten, die das Ereignis miterlebt hatten. Fortan wurde Sarasena als die Schutzheilige in Kiefernschlag verehrt und ihr wurde ein aufweniger Schrein errichte, den man "Schrein der silbernen Flamme" nannte. Und noch heute pilgern viele Sarasena Gläubige an diesen Ort und erzählen die Geschite, die sich dort einst ereignet hat.