Herzogin Elisa

Aus Baronie Schwarzenfels
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Herzogin Elisa I., geb. Elisa II. von Hirschfelden zu Harnac, Herzogin von Harnac, Gräfin von Hardtland.


Wichtige Daten

980 HZR Geburt im königlichen Palast in Leinach

991 HZR Flucht ins burgundische Mark mit ihrer Familie

1000 HZR Feldzug gegen die Dämonen an der Spitze einer (Söldner-)Armee

1000 HZR Rückeroberung Hardtlands

1001 HZR Rückeroberung Harnacs

1002 HZR Inthronisierung als Baronin zu Hardtland

1014 HZR Inthronisierung als Herzogin zu Harnac

Hintergrund

Geboren wurde Herzogin Elisa I. als ältestes Kind von Manfred von Hirschfelden, Herzog von Hardtland und seiner Frau Eleonora von Hirschfelden, Edle von Rechling. Sie wuchs mit ihren zwei Brüdern Hindulf und Clendulf im königlichen Palast zu Leinach auf, in welchem ihr Vater für König Hindan XIII. von Harnac (seinen Onkel) als Schatzkanzler des Reiches diente. Kurz nach der Öffnung der ersten Dämonenportale durch die dienstverpflichteten Magier König Hindans wurde Elisas Vater des Verrats beschuldigt und auf Befehl des Königs all seiner Ämter enthoben und inhaftiert. Kurze Zeit später verstarb Manfred II. im Kerker, offiziell an einer Lebensmittelvergiftung und darauf folgender Krankheit. Seine Frau hatte zu diesem Zeitpunkt bereits mit großen Gefolge die Flucht aus Harnac begonnen, und kam bei entfernten Verwandten im südlichen Nachbarland Mark, gehörend zum Reich Burgund unter. Wie die Familie stets betont handelte es sich allerdings keineswegs um eine Lebensmittelvergiftung, sondern stattdessen um einen Giftanschlag auf den Herzog, da dieser ansonsten für König Hindan XIII. schädliche Aussagen vor einem Adelsgericht abgeben können, auf das er aufgrund seiner Geburtsrechte einen Anspruch gehabt hätte.


Mit reichlichen Geldmitteln ausgestattet begann daraufhin die Ausbildung der jungen Prinzessin Elisa, technisch gesehen Herzogin von Hardtland, zu einer starken Führungspersönlichkeit, während ihre Brüder im Militärwesen geschult wurden. Der Plan der Familie sah vor, vom Süden aus das Land ihrer Vorväter zurückzuerobern. Es dauerte Jahre bis eine nötige Mannstärke erreicht wurde, allerdings setzte sich Prinzessin Elisa tatsächlich an die Spitze ihrer versammelten Truppen, sobald die Nachricht von der beginnenden Rückeroberung, ausgehend vom Weltenturm, sich bis ins burgundische Exil herumgesprochen hatte.

Der Feldzug war erfolgreich, die Prinzessin konnte mit ihren Truppen bis zur weitestgehend zerstörten Königsstadt Leinach durchschlagen. Von dort ausgehend übernahmen nominell ihre Brüder jeweils etwa ein Drittel der versammelten Truppen, teilweise verstärkt durch verbliebene harnacer Bürger, die die letzten Jahre als Flüchtlinge, aber auch als Partisanen verbracht hatten. Während Elisa damit begann die Kontrolle über Hardtland zu konsolidieren, stießen ihre Brüder nach Herrnhaag, Weißenfels und Markbach vor. Schon bald konnten sie sich mit den von Norden kommenden Truppen Albyons und dem Orden der silbernen Dame verbünden. Es dauerte noch weitere Monate, aber Harnac wurde zurückerobert. Nachdem durch die Albyoner Harnac als Protektorat eingestuft und mit einer Protektoratsverwaltung versehen wurde, lag es für den Protektor Sandro dú Cuponde mehr als nahe, die bereits vor Ort aktiv regierende Elisa in den Stand einer Baron zu erheben.

Man munkelt in gut informierten Kreisen, dass diese de facto Degradierung in der Familie Hirschfelden im allgemeinen und bei Elisa im speziellen überhaupt nicht gut angekommen sei, allerdings nahm die Prinzessin und nun Baronin von Hardtland die Bestallung sehr souverän an und setzte ihre Arbeit des Wiederaufbaus und der Machtkonsolidierung fort. Ihre Mutter und ihre Brüder dienten ihrer Baronin dabei mit Hingabe. Loyalität wird in der Familie Hirschfelden sehr großgeschrieben. Allerdings nur die Loyalität zur eigenen Familie. Öffentlich wird dies vermutlich nie geäußert werden.

In den folgenden Jahren positionierte sich Elisa zunehmend als Diplomatin, die anscheinend bei jedem beliebt war. An allen harnacer Höfen war sie gern gesehener Gast. Einzig der Umstand ihrer Partnerlosigkeit sorgte bisweilen für Unmut, wenn sie einmal mehr einen Werber um ihre Gunst mit der Begründung ablehnte, am ehesten mit ihrem Lehen verpartnert zu sein. Bisher gab es nie belegbare Gerüchte über mögliche Männer- oder Frauengeschichten. Bekannt ist allerdings, dass Elisa sich gern mit Kindern umgibt. Elisa knüpfte Bande, übergab Geschenke, erledigte Gefälligkeiten. Kurzum, sie machte sich überall Freunde. Auszahlen sollte sich dies schlussendlich, als der albyonische Fürst Aryk I. von Hammerhal die harnacer Barone aufrief, aus ihrer Mitte eine Herzogin für Harnac zu bestimmen. Die Wahl fiel auf Elisa II. von Hirschfelden zu Hardtland, nunmehr Elisa I. von Hirschfelden zu Harnac.

Es ist allerdings ein offenes Geheimnis, dass Elisa danach strebt, das Reich zurück zu seinem alten Glanz zu führen und hoffentlich dereinst wieder eine Königskrone auf dem Haupt eines Mitglieds der Familie Hirschfelden zu sehen. Gern auch auf ihrem eigenen. In den auf ihre Wahl folgenden Monaten widmete sich Elisa zunächst dem intensiven Studium der Gesamtlage Harnacs, da ihr nun als Souveränin natürlich noch mehr Informationen zur Verfügung standen als bisher. Sie berief kompetente Berater aus allen gesellschaftlichen Schichten, um sich mit den dringlichsten Problemen zu befassen. Als gewissermaßen erste große Krise ihrer Herrschaft muss hierbei selbstredend der Konflikt mit dem Dämon Haratmalus’Zebulkith und seinen Anhängern gelten, die es schafften von einem lokalen eckwalder Problem zu einer den Staat bedrohenden Macht aufzusteigen. Gerade die gute Zusammenarbeit mit den lokalen Kirchen und auch einer beträchtlichen Zahl ausländischer Unterstützer ist es zu verdanken, dass die Krise nach Jahren harter Arbeit einen zwar nicht unbedingt guten, aber zumindest nicht welterschütternden Ausgang genommen hat. Harnac hat nun einen neuen Spieler im göttlichen Spiel um Anhänger, allerdings auch eine fest auf dem Thron sitzende Regentin, die unermüdlich damit beschäftigt ist, ihr Land zu bereichern und behüten. Die wichtigsten Entscheidungen der letzten Jahre waren sicherlich der Wiederaufbau der harnacer Magiergilde, die seit den Dämonenkriegen zerschlagen war. Darüber hinaus hat die Herzogin auch die Eidwächter wieder aus der Versenkung geholt, eine Gruppe, deren Aufgabe die Überwachung der Magiewirker ist. Zur Stärkung des harnacer Adels hat die Herzogin des weiteren beschlossen, jeden Baron der dies wünscht in den Stand eines Grafen zu erheben, um ihnen damit die Möglichkeit zu geben, ihrerseits Lehen an Barone zu vergeben. Wo immer es ihr möglich ist, setzt sich Elisa dafür ein, die Macht der Kirchen zu stärken. Sie selbst gilt als Anhängerin Sarasenas, obwohl ihre Familie traditionell eine enge Anbindung an die Gilde der Geschäftigen pflegte.

Da Elisa sich schon seit Jahrzehnten immer wieder den unterschiedlichsten Formen von Angriffen erwehren muss, hält sie sich eine kompetente Truppe von Leibwächtern, zusätzlich zu einer stehenden Leibgarde. Seit der Kriegserklärung der Horde Netalies im Jahre 1021 HZR zahlt sich dies zunehmend aus. Im Lauf eines einzelnen Jahres gab es bereits eine zweistellige Anzahl an Attentaten auf die Herzogin, bisher jedoch ohne Folgen für ihre körperliche Gesundheit. In den seltenen Stunden, die sie nicht mit Regierungsgeschäften verbringt, widmet sich Elisa gern ihren Pferden. Sie gilt als passable, aber nicht überragende Fechterin.