Heroldsarchiv
Die Baronie Schwarzenfels lagert in ihrem Hauptarchiv im Städtchen Schwarzenfels alle Proklamationen des Herolds.
Anm. zur Zeitrechnung: -1700 +14
Jahr '336
Vierter Monat 336
18. Tag - Depesche zu Händen des Barons
Sei gegrüßt, Rhuarc von Schwarzenfels,
lieber Baron, Kampfgefährte. Hier ein kurzer Bericht der Fischbacher Forellen von der Unterstützungsmission für Bruder Claudius von den Cantorianern. Dieser Landstrich, Moringaard, vereinte alles, wogegen wir stehen. Untote, Dämonen, Krieg, Chaos. Aber auch Heldenmut, Opferbereitschaft, Waffenfertigkeit bei den Verteidigern der Ordnung. Selten waren wir, die Fischbacher Forellen, so kurz vor der Auslöschung. Doch die Kameradschaft mit allen anderen Kämpfern, eine strategische Führung und der überragende Wille, sich nicht dem Chaos zu beugen, half uns, diese Situation zu überstehen. Ich möchte an dieser Stelle nicht verhehlen, dass es sehr oft allein Bruder Claudius unbeugsamer Glaube war, der uns bestehen lies. Die Forellen nebst neuer Rekruten könnten ihre Kampfkraft beweisen. Dies wird uns im Kampf gegen Kan Kuzgun mehr als nur eine kleine Hilfe sein. Nun jedoch sind wir zurück, gestärkt durch neue Erfahrungen, bereit den Kampf in Scharzenfells zu Ende zu bringen.
Gez. Tengu von Fischbach
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07. Tag - Depesche zu Händen des Barons
Lieber Baron,
die Eisschmelze hat Fischbach erreicht. Die Fischbacher Forellen sind gerüstet und haben den harten Winter genutzt, sich von den Blessuren ein wenig zu erholen. Um unsere Kampfkraft zu testen, möchten wir, Deine Erlaubnis vorausgesetzt, Bruder Claudius in seinem ewigen Kampf gegen das Chaos beistehen. Dieses Mal in dem fernen Land Moringaard. Ich bin jedoch guter Zuversicht, dass wir es auf alle Fälle schaffen sollten, nach dieser ersten Kampfprobe, unseren Einsatz gegen die Bedrohung aus Kan Kuzgun verstärken zu können.
In tiefster Verbundenheit und gez. Tengu von Fischbach
Jahr '335
Fünfter Monat '335
Korrespondenz - Antwort auf die Korrespondenz Raghnor von Fissmer´s
Raghnor von Fissmer, mein Freund, einer der acht Botschaften hat den Weg bis nach Fischbach zurücklegen können. Ihr Inhalt versetzte mich in Freude und Wut zugleich. In Freude darüber, dass Ihr genesen konntet und in Wut ob der heimtückischen und feigen Angriffe auf Euer Leben. Eine Art von Hinterhältigkeit, welche durchaus die Handschrift dieses Buchers trägt. Mit der Erlaubnis Baron Rhuarc´s wird dieses Schreiben unverzüglich durch ein Fähnlein der Fischbacher Forellen überbracht. Gerne hätte ich es selber zu Euch getragen. Leider hat sich eine Pfeilspitze, welche in meinem Nabel steckte, entzündet. Sie konnte von meiner Tochter Saphira Sturmklinge entfernt werden. Durch den Schnitt im alten Narbengewebe kann ich vorerst drei Monde nicht reiten. Ich habe jedoch das größte Vertrauen in die Fischbacher, welche ich zu Eurer Unterstützung entsende. Trotzdem muss ich Euch bitten, das Fähnlein nach drei Monden zurück zu senden. Es ist meine Pflicht, sobald ich wieder einsatzfähig bin, meinem Herrn im weiteren Kampf gegen diese seuchenschleudernden Meuchler von Kan Kuzgun bei zu stehen. Ich halte das Schreiben kurz, das ungewohnte Führen der Feder ermüdet mich noch sehr. Ich freue mich darauf, eines Tages wieder mit Euch einen Krug gewürzten Weines zu trinken! In tief empfundener Freundschaft Tengu von Fischbach
Jahr '334
Zwölfter Monat '334
Überlieferung aus Fischbach'
Es ist dunkel, es ist kalt. Das Klirren der Rüstungen ist kaum ein paar Schritte weit zu hören. Lauter ist der keuchende Atem, der kaum sichtbar in der Dunkelheit weiße Wölkchen um jeden der Fischbacher Forellen entstehen lässt. Kaum einer hat noch andere Gedanken, außer wieder heil nach dieser Übungseinheit in die warme Nähe der Feuer in Fischbach zu gelangen. Nun, vielleicht den, nach einem kleinen Donnergurgler im sicheren, heimischen Haus. Nun, andererseits, es herrscht Krieg. Krieg gegen diese Seuche, Krieg gegen den Feind, der unser Land in diesen sinnlosen Krieg zieht. Doch eins ist gewiss, wir halten Stand! Wir Fischbacher unter der Führung Rhuarc´s von Schwarzenfels werden keiner Bedrohung weichen.
GEMEINSAM MIT ALLEN KAMERADEN GEGEN DIESE SEUCHE UND IHREN VERURSACHER, KAN KUZGUN!
Neunter Monat '334
Depesche 09. Monat, Jahr 334 Schwarzenfels
Sehr geehrter Herr Baron Rhuarc von Schwarzenfels,
ich würde meinen ritterlichen Schutz gerne als Herr von Kleinfels über Fischbach werfen wollen. Wenn es mal zu dem tragischen Ereignis kommen sollte, dass mein ehrenwerter Vater, Tengu von Fischbach, da er seine besten Tage schon erlebt hat, dahinscheidet. Mit Eurer Erlaubnis werde ich, wenn dies passiert, den Schutz von Fischbach garantieren.
In allen Ehren, Aragonier von Kleinfels
Vierter Monat '334
Das tapfere Fähnlein der "Fischbacher Forellen" beim letzten Atemholen vor diesem schrecklichen Kampf. Fischbach ist stolz auf seine Helden, die ihren Beitrag bei der Befreiung Schwarzenfels von dieser feigen Bedrohung leisten.
Dritter Monat '334
Felddepesche 02. Monat, Jahr 334 Schwarzenfels
An Rhuarc von Schwarzenfels
Von den glorreichen Panzerreiter des Ordo Draconum wurde uns ein Gefangener übergeben. Die Fischbacher Forellen Hans und Elenora escortierten den Baron von Oststern in unser Lager und sorgten dafür, dass er, seinem Rang angemessen, behandelt wurde. Der sehr wehrhafte Baron wurde auf sein Ehrenwort hin ins seinen Waffen belassen. Ich verbürge mich für diesen Ehrenmann und bitte Euch, diese Angelegenheit zu regeln.
In omnia Paratus!
Gez. Tengu von Fischbach
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Verlautbarung
An Tengu von Fischbach
Mein Freund, habt Dank für die guten und glorreichen Nachrichten umd die Schlacht an der Westgrenze. Bitte geleite den Gefangenen sicher zum Kloster des Ordo Draconum. Der Ordo Draconum hat den Baron von Oststern festgesetzt, so mögen sie auch die Verhandlungen der Auslösung führen. Solange er sich wie ein Ehrenmann gebietet, behandle ihn weiterhin mit dem standesgemäßen Respekt.
In omnia paratus!
gez. Baron Rhuarc von Schwarzenfels
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Felddepesche
An Rhuarc von Schwarzenfels
Gemeinsam mit den Panzerreitern des Ordo Draconum, Rittern und anderen Truppen aus Drachengard konnte das abgesannte Fähnlein der Fischbacher Forellen unter meiner direkten Führung eine heroische Schlacht um die Sicherheit von Schwarzenfels schlagen. Die tiefe Kameradschaft unserer Verbündeten, nein, Freunde wird stets einen festen Platz in unseren Herzen einnehmen. Die Opfer, die in diesem grausamen Konflikt gebracht wurden, werden nie vergessen! Wieder und wieder brandeten die Wellen Kan Kuzguns gegen unsere Schilde. Speere zersprangen, Brünnen zerbarsten, der aufsteigende Abendnebel ließ sich nicht mehr vom Dampf heißen Blutes unterscheiden. Doch wir kehren heim, bereit, weiterhin der Gerechtigkeit zum Siege zu verhelfen.
In omnia Paratus!
Gez. Tengu von Fischbach
Zweiter Monat '334
Ankündigung des Herolds, 02. Monat, Jahr 334 Schwarzenfels
Volk von Schwarzenfels Erst wenige Wochen ist es her, dass auf Geheiß des Großherzogs und des Reichsrats Entsatztruppen an die Nordwestgrenze der Baronie Schwarzenfels entsendet wurden. Wie bereits bekannt, hatte die 1.Kompanie schwere Verluste an Schanze 3 erlitten und wartete auf Ablösung. Schwarzenfels entsendete an einheimischen Truppen die Fischbacher Forellen, unter ihrem Ausbilder dem ehrenwerten Waffenmeister Tengu und einen Trupp Panzerreiter des Ordo Draconum aus dem nahegelegenen Kloster des Ordens. Durch Schwarzenfels zogen derweil auch gemischte drachengardscher Truppenverbände. Gesichtet wurde das Banner des Ordo Carolus geführt von Ritter Snorri de Alba, sowie das Banner des Reichsritters Andres von Hohnberg und auch das Banner vom Orden des Greifen. Weiterhin wehte das vertraute Banner Neu-Boffelds unter Max von Eisenschild. Auch eine gute handvoll erfahrener Söldnertruppen schloss sich dem Auftrag an. Dieser Entsatz kam zum richtigen Zeitpunkt und konnte den hart umkämpften Grenzabschnitt nicht nur sichern, sondern auch die Winteroffensive Kan Kuzguns erfolgreich zurückschlagen. Schwarzenfels dankt seinen Verbündeten von Herzen und sobald die Ablösung durch die in Musterung befindliche Reservekompanie Schwarzenfels erfolgt ist, mögen sich die tapferen Soldaten im Städtchen Schwarzenfels einfinden, um dieses Sieg gebührend zu feiern. gez. der städtische Herold zu Schwarzenfels,
Erster Monat '334
Verlautbarung
Volk von Schwarzenfels! Vernehmt die höchst erfreulichen Nachrichten aus Frankothingen. In Zeiten größter Not stehen uns unsere treuen Waffenbrüder bei. Die Sonne Alvas wird auch weiter über die Baronie scheinen. Es ist Alvas Wille!
In omnia partus!
gez. städtische Herold zu Schwarzenfels
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Verkündung
Und so wird verkündet, das Waldemar von Eschebruch, Reichsfreiherr Frankothingens, vierter Sohn des Markgrafen Alexjey zu Eschebruch und Herr von Siegesgrund in Fehde geht mit Majestät Supul Pascha Herrscher über das Großreich Kan Kuzgun, aufgrund der Krieges zwischen dem Reich Drachengard und dem Reich Kan Kuzgun. So stehen wir der Baronie Schwarzenfels bei, wie es die Ehre gebietet. Es wurden umgehend 50 Langbogenschützen, finanzielle Kriegsunterstützung und Vorräte entsannt. Den Fischbacher Forellen wurde eine Wagenladung Ausrüstung und drei Fässer frankothischem Wein direkt zugesandt.
gez. Herold von Eschenbruch
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Felddepesche
Meldung aus Fischbach: Nachdem ein Teil der Fischbacher Forellen Ihre Kadettenausbildung erfolgreich abschließen konnte, wurden in aller Eile die nötigen Kriegssegnungen durchgeführt und die Ausrüstung ergänzt. Eine komplette Kompanie der Forellen bahnt sich den Weg ins Kampfgebiet, um den Kameraden der ersten Infanteriekompanie zur Seite zu stehen und ihre Verluste auszugleichen. Ich werde vorrauseilen, um den Weg in diesen schwierigen Zeiten zu sichern.
In omnia Paratus!
Gez. Tengu von Fischbach
Jahr '333
Zwölfter Monat '333
Untersuchungsbericht
Zu Händen Berater Yussiv aus dem Hause Darian!
Eure Exzellenz, die Untersuchungen in Lengenfeld sind abgeschlossen. Der Großbrand im Zimmermannsbetrieb und den umliegenden Werkhallen sind allem Anschein nach kein Unfall, sondern ein Akt niederträchtiger Sabotage gewesen. Das gelegte Feuer brach kurz nach Mitternacht an verschiedenen Stellen in Lengenfeld aus und hat die ganze Nacht gewütet. In den frühen Morgenstunden konnte es erst gelöscht werden. Der materielle Schaden ist beträchtlich. Vier ausgebaute Werkhallen, alle Maschinen, alle Baupläne und gelagerten Produktionswaren sowie die kürzlich fertiggestellten Ballisten und Katapulte sind vollständig verbrannt. Die menschlichen Verluste sind eine umso größere Tragödie. Die dort stationierten und gefundenen Soldaten wiesen alle Vergiftungsmerkmale auf. Die Handwerker und den Baumeister für Belagerungswaffen fanden die Jagdhunde ca. 2km entfernt in einem Waldstück, flach verbuddelt, mit tödlichen Stichwunden und Anzeichen von Folterung. Die Familien sind in den Häusern den Flammen und Rauch zum Opfer gefallen. Lengenfeld benötigt dringend Hilfslieferungen zum Wiederaufbau und Grenzer für Patrouillen. Ich bedauere weiterhin mitteilen zu müssen, dass Lengenfeld nicht in der Lage sein wird, den dringend benötigten Entsatz an Belagerungswaffen zu liefern.
gez. Ortsvorsteher Karl Lengen
Elfter Monat '333
Felddepesche
Zu Händen Kommandant Sebald Donnerhall!
Kommandant, wir haben beim Versuch des Untertunneln des Enklaven Nordwalls schwere Verluste erlitten und werden zum Zeitpunkt des Eintreffens dieser Nachricht vermutlich eingekesselt sein. Wir haben unsere Überlebenden und Verwundeten in das befestigte Feldcamp am Fuße des Gebirges zurückgezogen. Aktuell können wir die Stellung halten, da noch kein größerer Ausfall an Truppen stattgefunden hat. Die Versorgungssituation ist noch unkritisch, allerdings benötigen wir weitere medizinische Versorgung. Ich bitte um Unterstützung für den geordneten Rückzug. Es gibt entlang des Gebirges einen relativ breiten und unbewaldeten Zugang Richtung Camp. Wenn dort ein Entlastungsangriff mit schweren Panzerreitern des Orden stattfinden würde, könnten wir im Eilmarsch und den vier Verwundetenkarren jederzeit abmarschieren.
In omnia Paratus!
gez. Hauptmann Erkens 1./InfKp
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Korrespondenz m,it dem Cronis Orden
Den Elementen zum Gruße Großmeister Jost,
es freut uns sehr, dass Ihr ein schönes Fest feiern konntet und es Euch wohl ergeht. Unser gemeinsamer Freund Tengu berichtete mir schon von den herrlichen Feierlichkeiten. Leider können derzeit keine größeren Gesandtschaften die Baronie verlassen, ohne dass die Verteidigung unserer Heimat darunter leidet. Ich fürchte, wir werden uns noch eine ganze Weile nicht persönlich treffen können. Der Krieg findet mitunter direkt auf meinen Ländereien statt und bedroht mein Volk und mich gleichermaßen. Wir stehen natürlich mit verschiedenen Orden, Gruppierungen und Ländern im diplomatischen Kontakt hierzu und nehmen mit Bedauern zur Kenntnis, dass verschiedene Bündniskonstellationen auch zu einem Aufeinandertreffen von geschätzten Freunden führen können und werden. Seid Euch gewiss, dass unsere Unterstützung in Haddrak trotz des Krieges nicht abreißen wird. Auch wenn ich nicht persönlich an Eurer Seite streiten kann, so entsende ich erneut meinen treuen Freund Tengu und unsere Haddrak Veteranen der Schwarzenfelser Infanterie. Ihr könnt Euch auf sie verlassen, sie werden dem Cronis Orden treu zur Seite stehen. Wir sind uns bewusst, dass wir auch in Haddrak auf Gruppierungen treffen, die im Drachengardkrieg auf der anderen Seite stehen. Wir werden diesen Konflikt nicht übertragen und ganz im Sinne der Jahre währenden Kameradschaftlichkeit gemeinsam für die Elemente streiten. Habt Dank für die Übersendung des Beschlusses des Ordens der Elemente. Wir verstehen und respektieren Euren Standpunkt. Bleibt gesund und standhaft.
In omnia Paratus.
Baron Rhuarc von Schwarzenfels
Bollwerk der nördlichen Germersmark,
Reichsadliger und Vasall seiner Majestät Großherzog Karl dem Guten.
Korrespondenz mit dem Cronis Orden
Den Elementen zum Gruße Baron Rhuarc,
Ich möchte mich nun persönlich für die übersandten Glückwünsche und Geschenke zu meinem runden Geburtstag bedanken. Euer Abgesandter und gemeinsamer Waffenbruder Tengu hat euch würdig vertreten und keinen Kampf gescheut. Ich habe mich sehr über seinen Besuch und eure Grüße gefreut und hoffe, dass wir uns bei der nächsten Gelegenheit wieder persönlich treffen können. Wo wir beim Thema Kampf schon sind, möchte ich euch erneut für euren Einsatz auf Haddrak danken und hoffe, dass wir weiterhin auf eure tatkräftigen Unterstützen hoffen dürfen. Ich habe ebenfalls mitbekommen, dass es für euch, bzw. Schwarzfels bald heißen wird in den Krieg zu ziehen. Diese Tatsache stimmt mich traurig, da wir auf beiden Seiten Freunde und Verbündete haben. Wie ihr sicher wisst, mischt sich der Cronis - Orden nur in allergrößter Not in politische Auseinandersetzungen ein und so muss ich euch leider mitteilen, dass der Entschluss des Rates der Fünf wie folgt lautet: -- Der Cronis - Orden der Elemente hat sich dem Schutz und Erhalt der Elemente verschworen und wird sich deshalb nicht an einem politischen Krieg auf fremden Boden beteiligen. Ebenfalls hofft der Orden, dass die kriegerische Auseinandersetzung bald beigelegt werden kann und die Verluste auf allen Seiten möglichst gering ausfallen. Der Cronis - Orden behält sich seinen neutralen Status bei und wünscht der Baronie Schwarzfels einen baldigen Frieden. -- Ich bin froh nicht mit unseren Truppen auf einer der beiden Seiten stehen zu müssen, da wie bereits erwähnt - Freunde, Kampfgefährten und Verbündete auf beiden Seiten streiten. Es wäre mir eine Freude, euch bald wiederzusehen und wünsche eine rasche Genesung.
Heil den Elementen
Jost Sturm
Kommandant von Haddrak
Großmeister und Cronis Wache
Cronis - Orden der Elemente
Zehnter Monat '333
Verlautbarung
Adlige und Bürger von Schwarzenfels gebt Acht! Trotz eines großzügigen zeitlichen Aufschubs sind die Besetzer der Enklave vertragsbrüchig geworden. Der geforderte Abzug der Truppen und Bürger von Kan Kuzgun wurde nicht vollzogen. Im Gegenteil, die Zeit des gewährten Aufschubs wurde zur weiteren Befestigung und zum Bunkern von Nachschub missbraucht. Mit Ablauf der Frist und der gescheiterten Diplomatie kann nun jeden Tag die gewaltsame Räumung beginnen.
Neben dieser tückischen Vorgehensweise erdreistete sich der hiesige Unterhändler der Baronie ein Angebot vorzutragen. Darin wurden dem Baron drei Wege aufgezeigt… Weg 1 beinhaltete die Aufforderung zur Wahrung der Neutralität für den weiteren Verlauf des Krieges und die Bereitstellung eines Brückenkopfes im Gegenzug für eine hohe Summe in Gold, Edelsteinen sowie die mehrjährigen Einkünfte aus Lehen in Kan Kuzgun. Weg 2 ging darüber hinaus und erbat statt Neutralität das aktive Eingreifen im Sinne Kan Kuzguns für die zügige Kontrollierung der Germersmark, mit dem Gegenwert der Erhebung in den fürstlichen Stand des Grafen der Germersmark und deren absoluten Kontrolle als Vasall von Kan Kuzgun. Unverhohlen lächelte der Unterhändler noch den dritten Weg entgegen, welchen er sichtlich verzückt ausschmückte. Bildhaft schilderte er die Hinrichtung durch den Strick all jener Widerstandleistender, die Versklavung eines Teils der Bevölkerung und die Schmückung der Festungsstraße nach Sturmhöhe mit den Köpfen aller Adligen und deren Familien.
Die Baronie Schwarzenfels wurde als Grenzbastion gegen die Bedrohungen Drachengards gegründet. Hier zeigt sich ein wahrer Feind unserer friedlichen Ordnung und Lebensweise, welchem wir die Stirn bieten werden. Wir streiten hier nicht in fernen Ländern auf unbedeutenden Schlachtfeldern, sondern um unsere Heimat. Es ist unsere Bestimmung und unsere Pflicht diesen Feind aufzuhalten.
In omnia paratus.
gez. der städtische Herold zu Schwarzenfels,
im Auftrag des Barons von Schwarzenfels
Achter Monat '333
Verlautbarung des Ordo Draconum
Dem Volke Drachengards.
Hörtet auf ihr Männer und Frauen Drachengards, Ihr Bauern und Knechte, Ihr Handwerker und Mägde, Ihr Patrizier und Gesellen! Seine fürstlich Gnaden Karl der Gute von Laufen war gezwungen dem großreich Kan Kuzgun den Krieg zu erklären. Es war höchste Zeit, den Provokationen und Fehltritten des Großreiches Einhalt zu gebieten, nachdem es sich wiederrechtlich und ohne Konsequenzen Kupferstein angeeignet und es durch einen Marionettenherrscher regieren lässt. Das Volk leidet, denn sein wahrer Regent wurde von den Truppen Kan Kuzguns zu Tode gehetzt. Die Machenschaften des Paschas gehen weit zurück und lassen darauf schließen, dass er bereits mit der Absicht des Krieges und der Eroberung des gesamten Kontinents die Splitterlande besiedelte. Die Ränkespiele des Großreichs, auch die seines Vertreters Graf Viktor von Greifenklau haben seit Jahren nur den einen Zweck: Zwist und Unzufriedenheit zu sähen, wo Einheit und Wohlstand erblühen sollte. Doch dies dürfen wir nicht länger akzeptieren. Wir müssen das Gift, mit dem seine Schergen immer wieder versuchen den Geist der Leichtgläubigen zu verderben, abschütteln. Drachengard wird nicht das nächste Kupferstein werden. Drachengard wird standhaft sein und als Schild für all jene fungieren, die selbst zu schwach sind, um sich zu wehren. Und wenn Drachengard selbst das Schild ist, dann steht der Ordo Draconum als Schwert und Schild an seiner Seite. Wir werden nicht tatenlos zusehen wie seine Lakaien Unschuldige versklaven. Wir werden nicht zusehen wie das Volk Drachengards der Tyrannei anheimfällt. Einem jeden Einzelnen von euch bieten wir Schutz. Unsere Ordenshäuser stehen jederzeit für euch als leuchtende Bastion gegen die abscheulichen Unholde offen. Einem jeden wird jederzeit Hilfe geboten, wenn sie gebraucht wird. Ob alt ob jung, ob Mann oder Frau, ob Fürst oder Bauer vor uns seid ihr gleich, denn wir alle sind Bürger dieses Landes. Gemeinsam können wir auch in diesen Tagen als Einheit gegen die Bedrohung aus dem Süden stehen und Obsiegen. Denn wir sind es die in gerechtem Namen und für die Gute Sache stehen. Wir sind es die eine Einheit darstellen. Wir sind Drachengard! Und dem Pascha können wir nur Raten, dass ein niemand der ihm Treu ergeben ist sich auf drachengardschem Boden zu erkennen gibt, denn ein Drache schütz seinen Hort.
Für den Großherzog!
Für Drachengard!
Für das Volk!
Siebter Monat '333
Kriegserklärung und Reaktion
Adlige und Bürger von Schwarzenfels gebt Acht! Auf Geheiß seiner fürstlichen Gnaden, Großherzog Karl von Lauffen, befindet sich Drachengard durch erfolgte Überreichung der Kriegserklärung mit sofortiger Wirkung im Krieg mit Kan Kuzgun.
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Seine hochwohlgeboren Baron Rhuarc von Schwarzenfelser, Reichsadliger und direkter Vasall seiner fürstlichen Gnaden ist aufgefordert die Exklave Kan Kuzguns zu räumen und die Westflanke Drachengards zu sichern.
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Adlige und Bürger von Schwarzenfels, dies ist kein weit entfernter Feldzug für Ruhm und Ehre. Der Krieg beginnt unmittelbar vor den Toren von Festung Sturmhöhe im Herzen der Baronie. Die territoriale Integrität von Schwarzenfels ist massiv bedroht, da anzunehmen ist, dass der „Fischerhafen“ der achso friedlichen Kan Kuzguner Exklave insgeheim und entgegen der Vereinbarungen zu einem Tiefseeschiffanlegeplatz ausgebaut wurde. Das impliziert eindeutig, dass seit langer Zeit eine Invasion vorbereitet wurde. Dieses niederträchtige Verhalten kann und wird nicht weiter geduldet werden.
Nur aufgrund der friedlichen vergangenen Jahre wird noch am heutigen Tag das großzügige Ultimatum zur Räumung der Exklave überbracht werden. Bis zum letzten Tag des achten Monats sind alle Truppenverbände und Bürger Kan Kuzguns auszuschiffen und die Exklave nebst Beurkundung zu übergeben. Zuwiderhandlungen werden zu militärischen Maßnahmen führen. Übergriffe vor Ablauf des Ultimatums führen zu dessen sofortiger Beendigung und der militärischen Räumung.
Wir erwarten noch Kunde des SHEK bzgl. der erfolgreichen Seeblockade der Westküste und müssen bis zu dieser allerdings mit Kaperschiffen und Übergriffen rechnen. Die Hafenfestung Ehrenstein an der Flussmündung ist daher mit Ausschiffung des Herrn Tengu von Fischbach gen Mitraspera geschlossen.
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Adlige von Schwarzenfels, euer Lehnsherr erwartet Eure unverzügliche Aufwartung zum Kriegsrat auf Festung Sturmhöhe. Versetzt eure Kriegsknechte und Soldaten in erhöhte Alarmbereitschaft.
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Bürger von Schwarzenfels, mit dem heutigen Tage ist das Kriegsrecht verhängt. Es gilt eine allgemeine Ausgangssperre ab der 11 Abendstunde. Regelmäßige Patrouillen werden die Wege zwischen den Ortschaften verstärkt sichern.
Die Reservetruppen werden aktuell gemustert und aufgestellt. Von einer zusätzlichen Truppenaushebung wird derzeit abgesehen. Der Baron hat der Drachengardschen Feldarmee die Rekrutierung in Schwarzenfels höflich aber bestimmt untersagt – Zuwiderhandlungen sind zu melden und werden durch den Baron persönlich gerichtet. Berichte über Auffälligkeiten sind umgehend an den jeweiligen Dorfvorstand oder zuständigen Waibel zu adressieren.
Unsere Sicherheit liegt in der Stärke und dem Zusammenhalt der Baronie. Wir sind nicht auf uns allein gestellt und haben in den letzten Jahren mächtige und hilfsbereite Verbündete gefunden.
gez. der städtische Herold zu Schwarzenfels, im Auftrag des Barons von Schwarzenfels
Sechster Monat '333
Korrespondenz
In unruhigen Zeiten muss man vorbereitet sein. Deshalb schickte Baron von Schwarzenfels, seinen Waffenmeister Tengu von Fischbach und ein Fähnlein der frisch ausgehobenen Kompanie „Fischbacher Forellen“ an die Westküste Mythodeas. Von dort erreichte jetzt eine Brieftaube Schwarzenfels mit folgendem Inhalt: „ Mein lieber Rhuarc, lass Dir in Kürze Berichten, wie sich die neuen Truppen geschlagen haben. Voller Stolz kann ich berichten, dass sich die Fischbacher Forellen sehr gut und ohne Verluste geschlagen haben. Und dies Seite an Seite mit unseren Kampfgefährten vom Cantorianischen Orden, der 18. Bornländischen Marineinfanterie und vielen anderen tapferen Kämpfern. Keiner wich zurück, keiner verzagte. Die Schlachten wurden geschlagen, viele gewonnen. Nun kehren wir heim, bereiter denn je, unser Schwarzenfels gegen jeden Feind zu verteidigen, der an unsere Türen klopft.
Gez. Tengu von Fischbach
Ps.: Ganz besonders freut mich, dass ich vermelden darf, dass ich meine Tochter Saphira in den Rang eines Sanitätswaibels befördern dürfte."
Fünfter Monat '333
Truppenverlegung
Bürger von Schwarzenfels, in direktem Anschluss an das Heinrichsfest ist der Befehl an die in Ardalon stationierten Truppen ergangen, sich in Sturmbach einzufinden. Im Fall der Fälle ist es für die dort stationierten Truppen eine Seereise von 5 Tagen, den heimischen Verbänden zu Hilfe zu kommen. Neuigkeiten vom Heinrichsfest: In einer großmütigen Geste der Verbundenheit wurde der Knappe Aragon von Fischbach trotz seiner Jugend durch den Fürsten von Arkadien in den Ritterstand, nun Aragon von Kleinfels, erhoben. Er soll für alle Bewohner Schwarzenfels als Leitbild und Motivation stehen, denn der bevorstehende Konflikt macht weder vor Stand noch Alter halt.
Vierter Monat '333
Heinrichsfest Überlieferungen
Mit bisher unveröffentlichten, absolut glaubwürdigen, Zeichnungen blinder Jungfrauen konnte auf dem Heinrichsfest belegt werden, daß sowohl der junge Herr von Kleinfels als auch der betagte Herr von Fischbach durchaus ihren Mann im Gefecht stehen können.
Anküdigung des Hofrats
Bürger von Schwarzenfels, es scheint Licht ins Dunkle der Anschuldigungen zu kommen - hier die Ankündigung des Hofrats von Drachengard. Lang lebe Karl der Gute
Während allerorts die Vorbereitungen für das Heinrichsfest laufen, werden in Schwarzenfels die Grenzanlagen weiter befestigt. Der Handel mit der Exklave Kan Kuzguns im Nordwesten der Baronie ist zum vollständigen Erliegen gekommen. Einzig Delegationen unter Parlamentärsflagge ist eine Anäherung an den Grenzwall gestattet. Aufgrund der steigenen Anzahl von Zwischenfällen rund um Drachengard, wird die Grenzbaronie Schwarzenfels auch während des Heinrichsfests in voller Alarmbereitschaft stehen. Das Adelshaus von Schwarzenfels wird daher nicht den Festivitäten beiwohnen, sondern versuchen die Eskalationsspirale an der Grenze einzudämmen oder im Ernstfall dem Treiben ein nachhaltiges Ende zu bereiten.
gez. der städtische Herold zu Schwarzenfels
Dritter Monat '333
Klarstellung zur Anschuldigung Kan Kuzguns
Mit großer Verwunderung wurde dieser Bericht in Schwarzenfels zur Kenntnis genommen. Es kann sich nur um eine Missdeutung der Geschehnisse und Aufgabe handeln, welche durch Tengu von Fischbach im Auftrag der Baronie Schwarzenfels mit seiner Begleitung wahrgenommen wurde. Die Fehldeutung wird zudem dadurch unterstrichen, dass der "Schwarzenfelser Truppenverband" eben nur aus dem Herrn von Fischbach, seiner Tochter, einem Waffenknecht bestand, der in Begleitung von ein paar anderen Reisenden am Ort des Geschehens weilte. Und sich zudem hauptsächlich gegen barbarische Plünderer zur Wehr setzten musste.
Handel
Frohe Kunde, steigende Verkaufszahlen von Holzschnittzern in Schwarzenfels.
Holzschnitzer rings um die Kan Kuzguner Enklave, nein in ganz Schwarzenfels, freuen sich über steigende Erträge. Junge Familien aus ganz Schwarzenfels scheinen verrückt nach diesen Schnitten, welche den Kindern in den letzten lichten Stunden des Tages gegeben werden. Diese Kinder sollen Lernen können, ihre Gefühle durch den Einsatz von Farben besser aus zu drücken.
Frohe Kunde
Fischbach hat Besuch!
Der ardalonische Edle Ser Raghnor besuchte seinen alten Freund und Waffenkameraden Tengu von Fischbach auf der Durchreise. Neben dem Austausch von offizellen Neuigkeiten (Seeschlach nahe Schwarzenfels, Südwallbenennung, Lage zur Kan Kuzguner Enklave in Schwarzenfels, usw. ...) versicherte Ser Raghnor in der gewohnt freundschaftlichen Art, dass es für ihn ein Akt der Kameradschaft ist, seine Zustimmung dazu zu geben, dass zwei ehemalige Walfänger (welche mittlerweile ihr Heim in Sturmbach gefunden hatten) ihren Dienst als Rekruten der "Fischbacher Forellen" antreten. Diese werden von Fischbach auf dem Sommerfeldzug an die Westküste Mythodeas begleiten.Mögen Gorod, Alva, die Zwölf und Jaathool mit ihnen sein.
Sturmklingenwall
Ruhmreiche Kunde dringt aus Ardalon an unsere Ohren!
Als Zeichen der brüderlichen Freundschaft zwischen Ardalon und Schwarzenfels wird ab jetzt und für immerdar der südliche Wallabschnitt der großen, ardalonischen Grenzbefestigung mit dem Namen "Sturmklingenwall" geehrt. Dieser grenzt nun an den mittleren Abschnitt, welcher den klangvollen Namen Snorriwall (Snorri de Alba (*303 in Komarn) ist ein Ritter des Ordo Carolus, bis 331 stand er als Feldweibel im Dienste der Armee des Königreich Komarn. ) trägt.
Jahr '332
Zehnter Monat 332
Zwischenstation Schweinsbach (irgendwo in Eschenbruch)
Wie es ihm aufgetragen wurde, kehrte Junker Kelsier von Kerion, Botschaftsgesandter der Baronie Schwarzenfels und Bruder der Baronin Kahlan von Schwarzenfels noch vor dem offiziellen Staatsbesuch am Hofe des Markgrafen Alexeij von Eschenbruch in dem eher unbekannten und beschaulichen Örtchen Schweinsbach ein. Viele Schwarzenfelser haben eine besondere Bindung zu einigen dort geborener Einwohner - man nennt sie hinter ihrem Rücken, aber sehr wohlwollend Elite-Knechte.
Vor seiner Abreise war die Dienerschaft von Schwarzenfels, allen voran Joshua unterstützt durch Loisel, Anna und ein paar schwangerer Mägde an Kelsier herangetreten. Die Bitte umfasste den Transport eines Geschenkes - eines Andenkens, denn man hatte schon viele Heerzüge gemeinsam besuchen müssen. Die Marmorstatue war in wochenlanger Arbeit durch die Hände der Diener entstanden, gemeißelt aus dem Sockel der Statue eines protzigen Adligen, die beim Staubputzen zufällig “zerbarst”. In der Widmung steht in einfacher Schrift: “Für unsere Lieblingsknechte ein Meisterknüppler”. ~J.A.L.& die Mägde mit 3 prächtigen Nachkommen.”
Kelsier überreichte die Statue in der Dorfschenke einem etwas verdutzt aussehenden Alexander. Und von Edwin Wrathan richtete er aus, dass die abgebrochenen Teile auf ein fehlgeschlagenes Ritual im Turm zurückzuführen seien - offensichtlich gäbe es noch viel zu üben. Der Statue war auch ein handgeknüpftes Hanfnetz beigelegt, mit einer befestigten Notiz: Drachennetz für echte Drachenjäger.
Ankunft in Frankothingen, genauer gesagt Ostlink
Mit der Morgenflut bei leichter Brise landete der Zweimaster “Aviendha” im Hafen von Ostlink (Markgrafschaft Ostlink) an. Sie führt das schwarz-rote Banner von Schwarzenfels und die territoriale rot-gelbe Gastflagge Frankothingens. Im Mast ist auch der Wimpel mit dem Familienwappen derer von Kerion gesetzt.
Den örtlichen Gepflogenheiten folgend, wird der Hafenlotse an Bord genommen und die Einfahrt in den Hafen unter strengen Anweisungen fortgesetzt und mit einem leichten *tock* an der Steg beendet. Noch bevor der Lotse das Schiff wieder verlässt, macht er barsch deutlich, dass seine Dienste stets in Silber nicht nur je Augenblick der Lotsenfahrt, sondern auch inklusive seiner Anreise vergütet werden. Junker Kelsier von Kerion und der Kapitän sind überrascht, lassen sich aber auf die Vorgaben ein - man will ja einen guten Eindruck hinterlassen.
Der Hafen ist deutlich größer und betriebsamer als man dies aus Schwarzenfels kennt, aber der erste Maat und Junker Kelsier finden nach guten zwei Stunden, vielen Sackgassen und einigen “gespendeten” Kupfer den Hafemeister - welcher rückwirkend betrachtet erstaunlich zentral verortet ist.
Auch hier dauert es etwas länger, da der erste Maat noch einmal zum Schiff zurück muss, um weitere Münzen zu holen. Es stellt sich heraus, dass es eine Erstgebühr für noch nicht registrierte Schiffe gibt, einen Zusatzaufwand für einen besonders erfahrenen Hafenlotsen - man könnte meinen er hätte das Schiff bei Sturm und schlechter Sicht unter Gefahr für seinen Leib und seine Seele alleine in den Hafen gesteuert - mit gebrochenem Ruder. Offensichtlich wurde weiterhin beim Anlegen der Steg stark beschädigt, was eine Verwaltungs- und Reparaturgebühr nötig machte. Nach intensiver Überprüfung des Handelsmanifests der Aviendha schüttelt der Hafenmeister dann auch noch besorgt und gespielt erschüttert den Kopf. Teile der Waren seien nicht anmeldbar, denn es gäbe keine Verfahrensweisen dazu, was eine dringende Zustimmung des Zollbeamten voraussetzen würde. Sobald die notwendigen Unterlagen vorliegen würden - er überschlägt es kurz im Kopf - was weniger als 5 Wochen dauern sollte, könnte das Verladen beginnen. Es sei denn… Münzen wechseln die Hand und die beiden begeben sich zum Zollbeamten.
Um es kurz zu halten, auch hier ist einiges an finanzieller Überredungskunst notwendig die bürokratischen Hürden zu überwinden und ein Ausladen zu ermöglichen. Mit einigen Stunden Verspätung und um einiges aus der Bordkasse erleichtert, beginnt das Aus- und Verladen der Waren. Scheinbar weiß mittlerweile jede Gilde im Hafen Bescheid und es werden zahlreiche Vertreter vorstellig, um exklusive Transportvereinbarungen zu treffen - häufiger fallen Begriffe wie “Zusatzgebühren”, “Erstaufwände”, “Gefahrenzuschlag” und ernste, wenn nicht gar staatstragende Gesichtsausdrücke. Doch hier setzt sich überraschend gut der alte Lademeister der Aviendha durch und findet nach Aufbringung all seiner Geduld, zahlreicher Flüche und einigem Gebrüll, ein solides Familienunternehmen, was die Waren sicher durch Ostlink, dann Südquell und schließlich nach Eschenbruch bringen wird - ohne Zusatzgebühren.
Neunter Monat '332
Besuch und Handelskarawane aus Frankothingen
Nicht weniger als 15 schwere, mit hohen Planen bedeckte, Wagen rollen durch das Stadttor Schwazenfels. Die gut 40 Wachen tragen das frankothische rot-gelb und das Wappen der Grafschaft Eschenbruch, doch ist ihre Mine freundlich und entspannt, jetzt wo sie an ihrem Ziel angekommen sind. Gut ein Jahr hat es gedauert bis die neue Handelsroute soweit erkundet, ausgebaut, gesichert und geplant war, bis nun die erste Handelskarawane sie von Eschenbruch nach Schwarzenfels passieren konnte.
Geradewegs geht es in das neue Handelskontor Eschenbruchs in der Stadt und an das Ausladen der Waren. Vor allem Wein in herausragender Qualität wurde geliefert aber auch ein guter, wenn auch einfacher Tafelwein mit gold-gelber Färbung, genannt „Alvassegen“. Nicht weniger als 35 schwere Fässer sind für die einfachen Leute von Schwarzenfels bestimmt. Bald wird bekannt das es bei diesem Wein eine Preisbindung gibt, was bedeutet das er sehr erschwinglich ist und die Wirte, ohne Absprache mit dem Baron die Preise nicht anheben dürfen.
Boten bringen dem Baron Rhuarc von Schwarzenfels Depeschen direkt vom Markgrafen Alexeij zu Eschebruch, dem Vater von Sir Waldemar, in welchen dem Baron einige exklusive Handelsrechte eingeräumt werden für bestimmte frankothische Waren.
Während die Männer einige Tage ausruhen um dann schwarzenfelser Waren ihrerseits in die Heimat zu bringen, ehe der erste Schnee fällt, werden verschiedene Geschenke überreicht. Baron und Baronin erhalten im Namen von Sir Waldemar ein aus schwarzem Rosenholz geschnitztes Kinderbett, welches die Form eines schwarzen Berges hat, welcher an der Spritze so ausgehöhlt wurde das ein Kleinkind bequem hineingelegt werden kann. An der Stirnseite sind mehrere schwarze, ebenfalls aus edlen Hölzern gefertigte, Kurzschwerter verarbeitet, welche das so aussehen als wären sie fächerförmig in den Berg gesteckt. Ausgepolstert ist das Kinderbett mit edelstem roten Samtpolstern. Sir Fenef von Eichenthal bekommt in Sir Waldemars Namen eine kleine goldene Statur überreicht, welche einen aufrecht stehenden Löwen, mit edlem frankothinger Wappenrock und Adelskette zeigt, welcher vorsichtig und fast zärtlich in seiner Hand eine kleine Schnecke schützt. Die Überbringer des Geschenks scheinen Ratlos ob der komischen Darstellung.
Achter Monat '332
Sommer 332 n.d.Z. Die Schwarzenfelser sind erschöpft und wohlauf aus dem fernen Harnac zurückgekehrt und freuen sich die friedlichen Weiten des Hochplateaus wieder zu erblicken. In der Baronie ist nun auch der Herbst eingekehrt und die Ernte bereits im vollen Gange. Jubel hallt über die Straßen den ganzen Weg vom Hafen bis zur Festung Sturmhöhe. Die Bürger freuen sich über die Rückkehr der Familie von Schwarzenfels und den Helden der Baronie.
Auch frohe Kunde des Waffenbruders Sir Waldemar von Eschenbruch ist eingetroffen - neuerdings Champion Harnacs und Vernichter des Dämonenaspekts. Der Sire ist wohlbehalten mit seinem Gefolge in Eschenbruch eingetroffen.
Die Delegation hatte sich aufgrund der schweren Verwundungen und traumatischen Erlebnisse mit einigen Wochen Verspätung in der Schwarzenfelser Bucht eingefunden. In den fähigen Händen der hochachtbaren Dame Arianna Rosalie von Eismond, Kronvögtin zu Erbnacht, Markverweserin zu Frostwald sowie ihrer rechten Hand dem Schamanen Wulf konnten die Verwundeten transportbereit gemacht werden und der lange Heilprozess begonnen werden.
Seite an Seite sind die Waffenbrüder vor wenigen Wochen ausgezogen den Dämonen Harat Malus und seinen letzten verbliebenen Seneschall Rupert ein für alle Mal zu vernichten. Die alten Verbündeten aus Voranenburg, Leuthenstein, Erbnacht und vom Drachenorden hatten sich ebenfalls angekündigt und eingefunden. Auch neue Verbündete und Waffenbrüder sollten gefunden werden, wie Sir Wulfgar von Rüden mit seinem Gefolge. Der Dämon ist geschlagen und seine verbliebenen Truppen auf der Flucht, doch der Hybris der Streiter des Lichts und die Unachtsamkeit in den Vorbereitungen ließen etwas Neues erschaffen, dass es in Zukunft zu beobachten gilt.
Doch nun zu den Geschehnissen, wie sie von Herrn Gonvalon im Verlauf der letzten Wochen zusammengetragen wurden.
+++Feldnotizen+++
++30. Tag des achten Monats++
Ankunft am Feldlager und Aufbau von Lager und Verteidigungsanlagen. Erste Sichtungen von Kultisten des Dämons Harat Malus und punktueller Feindkontakt. Späher zum Feindeslager entsendet. Hofrat Flamen Magnus Solis Alamariani Damian lässt sich erneut zum Lagerkommandanten erwählen, Sir Wulfgar von Rüden aus Yddland spricht als Heerführer vor und Baron Rhuarc von Schwarzenfels übernimmt die Stellvertretung. Nachtwachen eingeteilt zwischen Drachenorden, Yddländern und Schwarzenfels. Wachposten bezogen im zentralen Lager von Graf Joona von Leuthenstein. Abwehr vereinzelter Meuchler vollzogen. Bergung einer Metalllieferung der Herzögin mit besonderen Materialien.
++31. Tag des achten Monats++
Überfallkommandos der Kultisten werden seit dem Morgengrauen abgewehrt. Späher sind entsendet, zu erkunden was des Nachts verborgen blieb. Schlachtvorbereitungen werden getroffen zur Erstürmung des Feindlagers. Die Erstürmung des Feindlagers ist mit verheerenden Folgen gescheitert. Die Schlacht schien gewonnen, bis zwei Steingolems und zwei wiederkehrende Drachen das Schlachtfeld heimsuchten. Viele Schwerverletzte, Unordnung beim Rückzug und Geiselnahmen erschwerten den Tag. Graf Joona von Leuthenstein ergriff beherzt das Kommando über das Feldlazarett und konnte dieses rechtzeitig vor dem Feind evakuieren. Verhandlung mit den Kultisten zur Freilassung der Geiseln wurden eingeleitet und umgesetzt. Sir Waldemar von Eschenbruch und die Dame Arianna von Eismond konnten gegen einen hohen Lösepfand gerettet werden. Ausarbeitung eines neuen Schlachtplans vorgenommen unter Beschwörung eines Feuerelementars und Training der Frankothinger Knechte mit Fangnetzen und Sprengfallen. Erneute Erstürmung des Feindlagers mit Erfolg durchgeführt. Seneschall Rupert in einem Golemkörper identifiziert und vollständig vernichtet, Bannreliquie (Mörser) geborgen. Drache mittels Sprengnetzen zerstört, zweiter Drache tauchte nicht auf. Feierlichkeiten, ob des Tagessieges begonnen.
++01. des neunten Monats++
Der Feind hat sich gesammelt und belagert seitdem Morgengrauen unerlässlich das Feldlager und kann nur mit knapper Not zurückgehalten werden. Die Schwerter zur Zerstörung der dämonischen Teilpräsenzen werden geschmiedet und die Feindaktivitäten unterbunden. Der Kraftlinien Zirkel fällt in Feindeshand und die Streiter des Lichts führen einen unerbittlichen Rückzugkampf, bei welchem der Baron Rhuarc von Schwarzenfels durch mächtige Magie in Feindeshand fällt. Baron Rhuarc von Schwarzenfels wird - dem Tode nahe - durch einen 2:1 Tausch von Sir Fenef von Eichenthal und Waffenmeister Tengu von Fischbach gerettet und kann nur unter schwersten Anstrengungen am Vitaliaschrein gerettet werden. Sir Fenef kann durch eine magische List kurz darauf ebenfalls gerettet werden, während Waffenmeister Tengu als Berserker verzaubert in die eigenen Reiehen geschickt wird. Nach der verlorenen Schlacht am Kraftlinienritualplatz beginnen die Weihrituale für die mächtigen Schwerter. Das klerikale Schwert der Dämonenzerstörung erwählt den Alvas-geweihten Sir Waldemar von Eschenbruch. Das arkane Schwert erwählt seinen Champion unter den Engoniern. Der Heerführer Sir Wulfgar von Rüden aus den Yddlanden teilt die Truppen zum Schutz der beiden Champions ein und lässt Stellung beziehen vor dem Feind. Das Schlachtfeld ist denkbar ungünstig, da der Feind die Bergkuppe hält. Neben schwer gepanzerten Kultisten, sind viele kleinere Dämonen und Höllengezücht zugegen, sowie die dämonischen Präsenzen und der Dämon Harat Malus selbst. Die Reihen unserer Streitmacht werden mehrfach in die Flucht geschlagen, da der verbliebene Drache zurückgekehrt ist und scheinbar niemand die dämonischen Präsenzen aufhalten kann. Sir Waldemar und der andere Champion stellen schließlich im Duell ihre beiden Gegner, erschlagen diese und leiten die Vernichtung des Dämons ein. Mit einem letzten Aufbäumen der wenigen verbliebenen Streiter des Lichts wird die Bergkuppe erstürmt, nur um zu sehen wie der Dämon vernichtet und etwas Neues geschaffen wird. In einem letzten Akt opfert Harat Malus seine verbliebene Armee und erhebt sich zu etwas Neuen. Nach der Versorgung der Verwundeten und Bestattung der Toten trifft eine Delegation von Soldaten der Herzögin Harnacs ein und verkündet zahlreiche Siege entlang der Frontlinien. Die Erkenntnis reift, dass zwar der Dämon und seine Seneschalle nun endlich besiegt sind, aber der Preis dafür zu hoch ist. Die Gelehrten beginnen bereits zu analysieren, was genau schiefgelaufen ist und werden die Streiter des Lichts informieren.
++02. Tag des neunten Monats++
Die herzlichen Abschiede der Streiter des Lichts erfolgen und neue Bündnisse werden geschmiedet – die Botenraben werden viel zu tun haben in den kommenden Monaten. Die Verwundeten werden transportbereit gemacht und über den langen Landweg zum Hafen gebracht.
++einige Wochen später++
Es kehren ruhmreich und von einer jarhelangen Last befreit zurück die ausgerückten Gründungsmitglieder der Sturmklingen: Baron Rhuarc von Schwarzenfels, Baronin Kahlan von Schwarzenfels, Sir Fenef von Eichenthal, Waffenmeister Tengu von Fischbach und Grenzkommandant Edwin Wrathan.
Siebter Monat '332
Neuigkeiten aus der Baronie Schwarzenfels
Im Hafen ist vor wenigen Tagen die „Weiße Krähe“ eingelaufen und mit an Bord die Rückkehrer aus den Drachenlanden. An der Seite von Sir Fenef von Eichenthal betraten auch die Freunde und Verbündeten aus Frankothingen, Sir Waldemar von Eschenbruch und Sir Clemenz von Wolfsbrun, nach langer Abstinenz wieder Schwarzenfelser Boden. Während die letzten Weiterreisevorbereitungen abgeschlossen wurden, gönnten sich die Herrschaften nach den langen Strapazen und einer kurzen Lagebesprechung noch ein wohlverdientes Fest zu Ehren der Rückkehrer. Es soll ein berauschendes Fest gewesen sein und auch die Dorf- und Stadtbevölkerung feierte zu Ehren der Familie von Schwarzenfels und den drei Schutzgöttern der Baronie „Alvas“, „Udariel“ und „Gorod“. Nun ist es soweit. Die Stunde der Wahrheit rückt näher. Nach den Wochen des hektischen Treibens ist nun eine unnatürliche Ruhe in der Baronie eingekehrt, man könnte fast sagen „eine beklemmende Sorge“ u das Wohl derer von Schwarzenfels. Eine Schar von wenigen hundert Einwohnern steht auf den Ausläufern der Trutzklippen und winkt dem Baron hinterher. Die kleine Flottille von Transport- und leichten Kriegsschiffen hat den neuen Hafen verlassen. An Bord der „Stolz von Schwarzenfels“ wehen der Rabe des Barons, der Klingenschild der Sturmklingen, der Löwe Frankothingens, der Greif von Wolfsbrunn und die Forellen von Fischbach – ein wahrlich erhabener Anblick. Die Segel sind gesetzt gen Harnac. Das Herz voller Mut, Seite an Seite mit den langejährigen Waffenbrüdern und zielstrebig geht es voran zur Vernichtung von Harat’Malus. Hier wird sich das Schicksal entfalten. Vier von sieben die einst loszogen sind erneut dabei und wissen noch sehr genau, was vor 6 Jahren geschah. In der Stunde des Triumphes sollte damals die bitterste Niederlage durchlebt werden. Der Blutzoll war hoch, zu hoch. Hier geht es nicht um Rache oder verletzte Eitelkeiten, hier geht es um das Schicksal der Menschen aus Harnac, die seit Jahren bluten.
Der Sturm kann kommen.
In omnia paratus.



