Heroldsarchiv
Die Baronie Schwarzenfels lagert in ihrem Hauptarchiv im Städtchen Schwarzenfels alle Proklamationen des Herolds.
Anm. zur Zeitrechnung: -1700 +14
Jahr '336
Vierter Monat 336
18. Tag - Depesche zu Händen des Barons
Sei gegrüßt, Rhuarc von Schwarzenfels, lieber Baron, Kampfgefährte. Hier ein kurzer Bericht der Fischbacher Forellen von der Unterstützungsmission für Bruder Claudius von den Cantorianern. Dieser Landstrich, Moringaard, vereinte alles, wogegen wir stehen. Untote, Dämonen, Krieg, Chaos. Aber auch Heldenmut, Opferbereitschaft, Waffenfertigkeit bei den Verteidigern der Ordnung. Selten waren wir, die Fischbacher Forellen, so kurz vor der Auslöschung. Doch die Kameradschaft mit allen anderen Kämpfern, eine strategische Führung und der überragende Wille, sich nicht dem Chaos zu beugen, half uns, diese Situation zu überstehen. Ich möchte an dieser Stelle nicht verhehlen, dass es sehr oft allein Bruder Claudius unbeugsamer Glaube war, der uns bestehen lies. Die Forellen nebst neuer Rekruten könnten ihre Kampfkraft beweisen. Dies wird uns im Kampf gegen Kan Kuzgun mehr als nur eine kleine Hilfe sein. Nun jedoch sind wir zurück, gestärkt durch neue Erfahrungen, bereit den Kampf in Scharzenfells zu Ende zu bringen. Gez. Tengu von Fischbach
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07. Tag - Depesche zu Händen des Barons
Lieber Baron, die Eisschmelze hat Fischbach erreicht. Die Fischbacher Forellen sind gerüstet und haben den harten Winter genutzt, sich von den Blessuren ein wenig zu erholen. Um unsere Kampfkraft zu testen, möchten wir, Deine Erlaubnis vorausgesetzt, Bruder Claudius in seinem ewigen Kampf gegen das Chaos beistehen. Dieses Mal in dem fernen Land Moringaard. Ich bin jedoch guter Zuversicht, dass wir es auf alle Fälle schaffen sollten, nach dieser ersten Kampfprobe, unseren Einsatz gegen die Bedrohung aus Kan Kuzgun verstärken zu können. In tiefster Verbundenheit und gez. Tengu von Fischbach (dieses Schreiben wird Dir noch heute von einer der Forellen persönlich überbracht).
Jahr '335
Fünfter Monat '335
Korrespondenz - Antwort auf die Korrespondenz Raghnor von Fissmer´s
Raghnor von Fissmer, mein Freund, einer der acht Botschaften hat den Weg bis nach Fischbach zurücklegen können. Ihr Inhalt versetzte mich in Freude und Wut zugleich. In Freude darüber, dass Ihr genesen konntet und in Wut ob der heimtückischen und feigen Angriffe auf Euer Leben. Eine Art von Hinterhältigkeit, welche durchaus die Handschrift dieses Buchers trägt. Mit der Erlaubnis Baron Rhuarc´s wird dieses Schreiben unverzüglich durch ein Fähnlein der Fischbacher Forellen überbracht. Gerne hätte ich es selber zu Euch getragen. Leider hat sich eine Pfeilspitze, welche in meinem Nabel steckte, entzündet. Sie konnte von meiner Tochter Saphira Sturmklinge entfernt werden. Durch den Schnitt im alten Narbengewebe kann ich vorerst drei Monde nicht reiten. Ich habe jedoch das größte Vertrauen in die Fischbacher, welche ich zu Eurer Unterstützung entsende. Trotzdem muss ich Euch bitten, das Fähnlein nach drei Monden zurück zu senden. Es ist meine Pflicht, sobald ich wieder einsatzfähig bin, meinem Herrn im weiteren Kampf gegen diese seuchenschleudernden Meuchler von Kan Kuzgun bei zu stehen. Ich halte das Schreiben kurz, das ungewohnte Führen der Feder ermüdet mich noch sehr. Ich freue mich darauf, eines Tages wieder mit Euch einen Krug gewürzten Weines zu trinken! In tief empfundener Freundschaft Tengu von Fischbach
Jahr '334
Zwölfter Monat '334
Überlieferung aus Fischbach'
Es ist dunkel, es ist kalt. Das Klirren der Rüstungen ist kaum ein paar Schritte weit zu hören. Lauter ist der keuchende Atem, der kaum sichtbar in der Dunkelheit weiße Wölkchen um jeden der Fischbacher Forellen entstehen lässt. Kaum einer hat noch andere Gedanken, außer wieder heil nach dieser Übungseinheit in die warme Nähe der Feuer in Fischbach zu gelangen. Nun, vielleicht den, nach einem kleinen Donnergurgler im sicheren, heimischen Haus. Nun, andererseits, es herrscht Krieg. Krieg gegen diese Seuche, Krieg gegen den Feind, der unser Land in diesen sinnlosen Krieg zieht. Doch eins ist gewiss, wir halten Stand! Wir Fischbacher unter der Führung Rhuarc´s von Schwarzenfels werden keiner Bedrohung weichen. GEMEINSAM MIT ALLEN KAMERADEN GEGEN DIESE SEUCHE UND IHREN VERURSACHER, KAN KUZGUN!
Neunter Monat '334
Depesche 09. Monat, Jahr 334 Schwarzenfels
Sehr geehrter Herr Baron Rhuarc von Schwarzenfels, ich würde meinen ritterlichen Schutz gerne als Herr von Kleinfels über Fischbach werfen wollen. Wenn es mal zu dem tragischen Ereignis kommen sollte, dass mein ehrenwerter Vater, Tengu von Fischbach, da er seine besten Tage schon erlebt hat, dahinscheidet. Mit Eurer Erlaubnis werde ich, wenn dies passiert, den Schutz von Fischbach garantieren. In allen Ehren, Aragonier von Kleinfels
Vierter Monat '334
Das tapfere Fähnlein der "Fischbacher Forellen" beim letzten Atemholen vor diesem schrecklichen Kampf. Fischbach ist stolz auf seine Helden, die ihren Beitrag bei der Befreiung Schwarzenfels von dieser feigen Bedrohung leisten.
Dritter Monat '334
Felddepesche 02. Monat, Jahr 334 Schwarzenfels
An Rhuarc von Schwarzenfels: Von den glorreichen Panzerreiter des Ordo Draconum wurde uns ein Gefangener übergeben. Die Fischbacher Forellen Hans und Elenora escortierten den Baron von Oststern in unser Lager und sorgten dafür, dass er, seinem Rang angemessen, behandelt wurde. Der sehr wehrhafte Baron wurde auf sein Ehrenwort hin ins seinen Waffen belassen. Ich verbürge mich für diesen Ehrenmann und bitte Euch, diese Angelegenheit zu regeln. In omnia Paratus! Gez. Tengu von Fischbach
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Verlautbarung
An Tengu von Fischbach Mein Freund, habt Dank für die guten und glorreichen Nachrichten umd die Schlacht an der Westgrenze. Bitte geleite den Gefangenen sicher zum Kloster des Ordo Draconum. Der Ordo Draconum hat den Baron von Oststern festgesetzt, so mögen sie auch die Verhandlungen der Auslösung führen. Solange er sich wie ein Ehrenmann gebietet, behandle ihn weiterhin mit dem standesgemäßen Respekt. In omnia paratus! gez. Baron Rhuarc von Schwarzenfels
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Felddepesche
An Rhuarc von Schwarzenfels: Gemeinsam mit den Panzerreitern des Ordo Draconum, Rittern und anderen Truppen aus Drachengard konnte das abgesannte Fähnlein der Fischbacher Forellen unter meiner direkten Führung eine heroische Schlacht um die Sicherheit von Schwarzenfels schlagen. Die tiefe Kameradschaft unserer Verbündeten, nein, Freunde wird stets einen festen Platz in unseren Herzen einnehmen. Die Opfer, die in diesem grausamen Konflikt gebracht wurden, werden nie vergessen! Wieder und wieder brandeten die Wellen Kan Kuzguns gegen unsere Schilde. Speere zersprangen, Brünnen zerbarsten, der aufsteigende Abendnebel ließ sich nicht mehr vom Dampf heißen Blutes unterscheiden. Doch wir kehren heim, bereit, weiterhin der Gerechtigkeit zum Siege zu verhelfen. In omnia Paratus! Gez. Tengu von Fischbach
Zweiter Monat '334
Ankündigung des Herolds, 02. Monat, Jahr 334 Schwarzenfels
Volk von Schwarzenfels Erst wenige Wochen ist es her, dass auf Geheiß des Großherzogs und des Reichsrats Entsatztruppen an die Nordwestgrenze der Baronie Schwarzenfels entsendet wurden. Wie bereits bekannt, hatte die 1.Kompanie schwere Verluste an Schanze 3 erlitten und wartete auf Ablösung. Schwarzenfels entsendete an einheimischen Truppen die Fischbacher Forellen, unter ihrem Ausbilder dem ehrenwerten Waffenmeister Tengu und einen Trupp Panzerreiter des Ordo Draconum aus dem nahegelegenen Kloster des Ordens. Durch Schwarzenfels zogen derweil auch gemischte drachengardscher Truppenverbände. Gesichtet wurde das Banner des Ordo Carolus geführt von Ritter Snorri de Alba, sowie das Banner des Reichsritters Andres von Hohnberg und auch das Banner vom Orden des Greifen. Weiterhin wehte das vertraute Banner Neu-Boffelds unter Max von Eisenschild. Auch eine gute handvoll erfahrener Söldnertruppen schloss sich dem Auftrag an. Dieser Entsatz kam zum richtigen Zeitpunkt und konnte den hart umkämpften Grenzabschnitt nicht nur sichern, sondern auch die Winteroffensive Kan Kuzguns erfolgreich zurückschlagen. Schwarzenfels dankt seinen Verbündeten von Herzen und sobald die Ablösung durch die in Musterung befindliche Reservekompanie Schwarzenfels erfolgt ist, mögen sich die tapferen Soldaten im Städtchen Schwarzenfels einfinden, um dieses Sieg gebührend zu feiern. gez. der städtische Herold zu Schwarzenfels,
Erster Monat '334
Verlautbarung
Volk von Schwarzenfels! Vernehmt die höchst erfreulichen Nachrichten aus Frankothingen. In Zeiten größter Not stehen uns unsere treuen Waffenbrüder bei. Die Sonne Alvas wird auch weiter über die Baronie scheinen. Es ist Alvas Wille! In omnia partus! gez. städtische Herold zu Schwarzenfels
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Verkündung
Und so wird verkündet, das Waldemar von Eschebruch, Reichsfreiherr Frankothingens, vierter Sohn des Markgrafen Alexjey zu Eschebruch und Herr von Siegesgrund in Fehde geht mit Majestät Supul Pascha Herrscher über das Großreich Kan Kuzgun, aufgrund der Krieges zwischen dem Reich Drachengard und dem Reich Kan Kuzgun. So stehen wir der Baronie Schwarzenfels bei, wie es die Ehre gebietet. Es wurden umgehend 50 Langbogenschützen, finanzielle Kriegsunterstützung und Vorräte entsannt. Den Fischbacher Forellen wurde eine Wagenladung Ausrüstung und drei Fässer frankothischem Wein direkt zugesandt.
gez. Herold von Eschenbruch
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Felddepesche
Meldung aus Fischbach: Nachdem ein Teil der Fischbacher Forellen Ihre Kadettenausbildung erfolgreich abschließen konnte, wurden in aller Eile die nötigen Kriegssegnungen durchgeführt und die Ausrüstung ergänzt. Eine komplette Kompanie der Forellen bahnt sich den Weg ins Kampfgebiet, um den Kameraden der ersten Infanteriekompanie zur Seite zu stehen und ihre Verluste auszugleichen. Ich werde vorrauseilen, um den Weg in diesen schwierigen Zeiten zu sichern.
In omnia Paratus!
Gez. Tengu von Fischbach
Jahr '333
Zwölfter Monat '333
Untersuchungsbericht
Zu Händen Berater Yussiv aus dem Hause Darian!
Eure Exzellenz, die Untersuchungen in Lengenfeld sind abgeschlossen. Der Großbrand im Zimmermannsbetrieb und den umliegenden Werkhallen sind allem Anschein nach kein Unfall, sondern ein Akt niederträchtiger Sabotage gewesen. Das gelegte Feuer brach kurz nach Mitternacht an verschiedenen Stellen in Lengenfeld aus und hat die ganze Nacht gewütet. In den frühen Morgenstunden konnte es erst gelöscht werden. Der materielle Schaden ist beträchtlich. Vier ausgebaute Werkhallen, alle Maschinen, alle Baupläne und gelagerten Produktionswaren sowie die kürzlich fertiggestellten Ballisten und Katapulte sind vollständig verbrannt. Die menschlichen Verluste sind eine umso größere Tragödie. Die dort stationierten und gefundenen Soldaten wiesen alle Vergiftungsmerkmale auf. Die Handwerker und den Baumeister für Belagerungswaffen fanden die Jagdhunde ca. 2km entfernt in einem Waldstück, flach verbuddelt, mit tödlichen Stichwunden und Anzeichen von Folterung. Die Familien sind in den Häusern den Flammen und Rauch zum Opfer gefallen. Lengenfeld benötigt dringend Hilfslieferungen zum Wiederaufbau und Grenzer für Patrouillen. Ich bedauere weiterhin mitteilen zu müssen, dass Lengenfeld nicht in der Lage sein wird, den dringend benötigten Entsatz an Belagerungswaffen zu liefern. gez. Ortsvorsteher Karl Lengen
Siebter Monat '333
Kriegserklärung und Reaktion
Adlige und Bürger von Schwarzenfels gebt Acht! Auf Geheiß seiner fürstlichen Gnaden, Großherzog Karl von Lauffen, befindet sich Drachengard durch erfolgte Überreichung der Kriegserklärung mit sofortiger Wirkung im Krieg mit Kan Kuzgun.
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Seine hochwohlgeboren Baron Rhuarc von Schwarzenfelser, Reichsadliger und direkter Vasall seiner fürstlichen Gnaden ist aufgefordert die Exklave Kan Kuzguns zu räumen und die Westflanke Drachengards zu sichern.
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Adlige und Bürger von Schwarzenfels, dies ist kein weit entfernter Feldzug für Ruhm und Ehre. Der Krieg beginnt unmittelbar vor den Toren von Festung Sturmhöhe im Herzen der Baronie. Die territoriale Integrität von Schwarzenfels ist massiv bedroht, da anzunehmen ist, dass der „Fischerhafen“ der achso friedlichen Kan Kuzguner Exklave insgeheim und entgegen der Vereinbarungen zu einem Tiefseeschiffanlegeplatz ausgebaut wurde. Das impliziert eindeutig, dass seit langer Zeit eine Invasion vorbereitet wurde. Dieses niederträchtige Verhalten kann und wird nicht weiter geduldet werden.
Nur aufgrund der friedlichen vergangenen Jahre wird noch am heutigen Tag das großzügige Ultimatum zur Räumung der Exklave überbracht werden. Bis zum letzten Tag des achten Monats sind alle Truppenverbände und Bürger Kan Kuzguns auszuschiffen und die Exklave nebst Beurkundung zu übergeben. Zuwiderhandlungen werden zu militärischen Maßnahmen führen. Übergriffe vor Ablauf des Ultimatums führen zu dessen sofortiger Beendigung und der militärischen Räumung.
Wir erwarten noch Kunde des SHEK bzgl. der erfolgreichen Seeblockade der Westküste und müssen bis zu dieser allerdings mit Kaperschiffen und Übergriffen rechnen. Die Hafenfestung Ehrenstein an der Flussmündung ist daher mit Ausschiffung des Herrn Tengu von Fischbach gen Mitraspera geschlossen.
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Adlige von Schwarzenfels, euer Lehnsherr erwartet Eure unverzügliche Aufwartung zum Kriegsrat auf Festung Sturmhöhe. Versetzt eure Kriegsknechte und Soldaten in erhöhte Alarmbereitschaft.
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Bürger von Schwarzenfels, mit dem heutigen Tage ist das Kriegsrecht verhängt. Es gilt eine allgemeine Ausgangssperre ab der 11 Abendstunde. Regelmäßige Patrouillen werden die Wege zwischen den Ortschaften verstärkt sichern.
Die Reservetruppen werden aktuell gemustert und aufgestellt. Von einer zusätzlichen Truppenaushebung wird derzeit abgesehen. Der Baron hat der Drachengardschen Feldarmee die Rekrutierung in Schwarzenfels höflich aber bestimmt untersagt – Zuwiderhandlungen sind zu melden und werden durch den Baron persönlich gerichtet. Berichte über Auffälligkeiten sind umgehend an den jeweiligen Dorfvorstand oder zuständigen Waibel zu adressieren.
Unsere Sicherheit liegt in der Stärke und dem Zusammenhalt der Baronie. Wir sind nicht auf uns allein gestellt und haben in den letzten Jahren mächtige und hilfsbereite Verbündete gefunden.
gez. der städtische Herold zu Schwarzenfels, im Auftrag des Barons von Schwarzenfels
Fünfter Monat '333
Truppenverlegung
Bürger von Schwarzenfels, in direktem Anschluss an das Heinrichsfest ist der Befehl an die in Ardalon stationierten Truppen ergangen, sich in Sturmbach einzufinden. Im Fall der Fälle ist es für die dort stationierten Truppen eine Seereise von 5 Tagen, den heimischen Verbänden zu Hilfe zu kommen. Neuigkeiten vom Heinrichsfest: In einer großmütigen Geste der Verbundenheit wurde der Knappe Aragon von Fischbach trotz seiner Jugend durch den Fürsten von Arkadien in den Ritterstand, nun Aragon von Kleinfels, erhoben. Er soll für alle Bewohner Schwarzenfels als Leitbild und Motivation stehen, denn der bevorstehende Konflikt macht weder vor Stand noch Alter halt.
Vierter Monat '333
Heinrichsfest Überlieferungen
Mit bisher unveröffentlichten, absolut glaubwürdigen, Zeichnungen blinder Jungfrauen konnte auf dem Heinrichsfest belegt werden, daß sowohl der junge Herr von Kleinfels als auch der betagte Herr von Fischbach durchaus ihren Mann im Gefecht stehen können.
Anküdigung des Hofrats
Bürger von Schwarzenfels, es scheint Licht ins Dunkle der Anschuldigungen zu kommen - hier die Ankündigung des Hofrats von Drachengard. Lang lebe Karl der Gute
Während allerorts die Vorbereitungen für das Heinrichsfest laufen, werden in Schwarzenfels die Grenzanlagen weiter befestigt. Der Handel mit der Exklave Kan Kuzguns im Nordwesten der Baronie ist zum vollständigen Erliegen gekommen. Einzig Delegationen unter Parlamentärsflagge ist eine Anäherung an den Grenzwall gestattet. Aufgrund der steigenen Anzahl von Zwischenfällen rund um Drachengard, wird die Grenzbaronie Schwarzenfels auch während des Heinrichsfests in voller Alarmbereitschaft stehen. Das Adelshaus von Schwarzenfels wird daher nicht den Festivitäten beiwohnen, sondern versuchen die Eskalationsspirale an der Grenze einzudämmen oder im Ernstfall dem Treiben ein nachhaltiges Ende zu bereiten.
gez. der städtische Herold zu Schwarzenfels
Dritter Monat '333
Klarstellung zur Anschuldigung Kan Kuzguns
Mit großer Verwunderung wurde dieser Bericht in Schwarzenfels zur Kenntnis genommen. Es kann sich nur um eine Missdeutung der Geschehnisse und Aufgabe handeln, welche durch Tengu von Fischbach im Auftrag der Baronie Schwarzenfels mit seiner Begleitung wahrgenommen wurde. Die Fehldeutung wird zudem dadurch unterstrichen, dass der "Schwarzenfelser Truppenverband" eben nur aus dem Herrn von Fischbach, seiner Tochter, einem Waffenknecht bestand, der in Begleitung von ein paar anderen Reisenden am Ort des Geschehens weilte. Und sich zudem hauptsächlich gegen barbarische Plünderer zur Wehr setzten musste.
Handel
Frohe Kunde, steigende Verkaufszahlen von Holzschnittzern in Schwarzenfels.
Holzschnitzer rings um die Kan Kuzguner Enklave, nein in ganz Schwarzenfels, freuen sich über steigende Erträge. Junge Familien aus ganz Schwarzenfels scheinen verrückt nach diesen Schnitten, welche den Kindern in den letzten lichten Stunden des Tages gegeben werden. Diese Kinder sollen Lernen können, ihre Gefühle durch den Einsatz von Farben besser aus zu drücken.
Frohe Kunde
Fischbach hat Besuch!
Der ardalonische Edle Ser Raghnor besuchte seinen alten Freund und Waffenkameraden Tengu von Fischbach auf der Durchreise. Neben dem Austausch von offizellen Neuigkeiten (Seeschlach nahe Schwarzenfels, Südwallbenennung, Lage zur Kan Kuzguner Enklave in Schwarzenfels, usw. ...) versicherte Ser Raghnor in der gewohnt freundschaftlichen Art, dass es für ihn ein Akt der Kameradschaft ist, seine Zustimmung dazu zu geben, dass zwei ehemalige Walfänger (welche mittlerweile ihr Heim in Sturmbach gefunden hatten) ihren Dienst als Rekruten der "Fischbacher Forellen" antreten. Diese werden von Fischbach auf dem Sommerfeldzug an die Westküste Mythodeas begleiten.Mögen Gorod, Alva, die Zwölf und Jaathool mit ihnen sein.
Sturmklingenwall
Ruhmreiche Kunde dringt aus Ardalon an unsere Ohren!
Als Zeichen der brüderlichen Freundschaft zwischen Ardalon und Schwarzenfels wird ab jetzt und für immerdar der südliche Wallabschnitt der großen, ardalonischen Grenzbefestigung mit dem Namen "Sturmklingenwall" geehrt. Dieser grenzt nun an den mittleren Abschnitt, welcher den klangvollen Namen Snorriwall (Snorri de Alba (*303 in Komarn) ist ein Ritter des Ordo Carolus, bis 331 stand er als Feldweibel im Dienste der Armee des Königreich Komarn. ) trägt.
Jahr '332
Zehnter Monat 332
Zwischenstation Schweinsbach (irgendwo in Eschenbruch)
Wie es ihm aufgetragen wurde, kehrte Junker Kelsier von Kerion, Botschaftsgesandter der Baronie Schwarzenfels und Bruder der Baronin Kahlan von Schwarzenfels noch vor dem offiziellen Staatsbesuch am Hofe des Markgrafen Alexeij von Eschenbruch in dem eher unbekannten und beschaulichen Örtchen Schweinsbach ein. Viele Schwarzenfelser haben eine besondere Bindung zu einigen dort geborener Einwohner - man nennt sie hinter ihrem Rücken, aber sehr wohlwollend Elite-Knechte.
Vor seiner Abreise war die Dienerschaft von Schwarzenfels, allen voran Joshua unterstützt durch Loisel, Anna und ein paar schwangerer Mägde an Kelsier herangetreten. Die Bitte umfasste den Transport eines Geschenkes - eines Andenkens, denn man hatte schon viele Heerzüge gemeinsam besuchen müssen. Die Marmorstatue war in wochenlanger Arbeit durch die Hände der Diener entstanden, gemeißelt aus dem Sockel der Statue eines protzigen Adligen, die beim Staubputzen zufällig “zerbarst”. In der Widmung steht in einfacher Schrift: “Für unsere Lieblingsknechte ein Meisterknüppler”. ~J.A.L.& die Mägde mit 3 prächtigen Nachkommen.”
Kelsier überreichte die Statue in der Dorfschenke einem etwas verdutzt aussehenden Alexander. Und von Edwin Wrathan richtete er aus, dass die abgebrochenen Teile auf ein fehlgeschlagenes Ritual im Turm zurückzuführen seien - offensichtlich gäbe es noch viel zu üben. Der Statue war auch ein handgeknüpftes Hanfnetz beigelegt, mit einer befestigten Notiz: Drachennetz für echte Drachenjäger.
Ankunft in Frankothingen, genauer gesagt Ostlink
Mit der Morgenflut bei leichter Brise landete der Zweimaster “Aviendha” im Hafen von Ostlink (Markgrafschaft Ostlink) an. Sie führt das schwarz-rote Banner von Schwarzenfels und die territoriale rot-gelbe Gastflagge Frankothingens. Im Mast ist auch der Wimpel mit dem Familienwappen derer von Kerion gesetzt.
Den örtlichen Gepflogenheiten folgend, wird der Hafenlotse an Bord genommen und die Einfahrt in den Hafen unter strengen Anweisungen fortgesetzt und mit einem leichten *tock* an der Steg beendet. Noch bevor der Lotse das Schiff wieder verlässt, macht er barsch deutlich, dass seine Dienste stets in Silber nicht nur je Augenblick der Lotsenfahrt, sondern auch inklusive seiner Anreise vergütet werden. Junker Kelsier von Kerion und der Kapitän sind überrascht, lassen sich aber auf die Vorgaben ein - man will ja einen guten Eindruck hinterlassen.
Der Hafen ist deutlich größer und betriebsamer als man dies aus Schwarzenfels kennt, aber der erste Maat und Junker Kelsier finden nach guten zwei Stunden, vielen Sackgassen und einigen “gespendeten” Kupfer den Hafemeister - welcher rückwirkend betrachtet erstaunlich zentral verortet ist.
Auch hier dauert es etwas länger, da der erste Maat noch einmal zum Schiff zurück muss, um weitere Münzen zu holen. Es stellt sich heraus, dass es eine Erstgebühr für noch nicht registrierte Schiffe gibt, einen Zusatzaufwand für einen besonders erfahrenen Hafenlotsen - man könnte meinen er hätte das Schiff bei Sturm und schlechter Sicht unter Gefahr für seinen Leib und seine Seele alleine in den Hafen gesteuert - mit gebrochenem Ruder. Offensichtlich wurde weiterhin beim Anlegen der Steg stark beschädigt, was eine Verwaltungs- und Reparaturgebühr nötig machte. Nach intensiver Überprüfung des Handelsmanifests der Aviendha schüttelt der Hafenmeister dann auch noch besorgt und gespielt erschüttert den Kopf. Teile der Waren seien nicht anmeldbar, denn es gäbe keine Verfahrensweisen dazu, was eine dringende Zustimmung des Zollbeamten voraussetzen würde. Sobald die notwendigen Unterlagen vorliegen würden - er überschlägt es kurz im Kopf - was weniger als 5 Wochen dauern sollte, könnte das Verladen beginnen. Es sei denn… Münzen wechseln die Hand und die beiden begeben sich zum Zollbeamten.
Um es kurz zu halten, auch hier ist einiges an finanzieller Überredungskunst notwendig die bürokratischen Hürden zu überwinden und ein Ausladen zu ermöglichen. Mit einigen Stunden Verspätung und um einiges aus der Bordkasse erleichtert, beginnt das Aus- und Verladen der Waren. Scheinbar weiß mittlerweile jede Gilde im Hafen Bescheid und es werden zahlreiche Vertreter vorstellig, um exklusive Transportvereinbarungen zu treffen - häufiger fallen Begriffe wie “Zusatzgebühren”, “Erstaufwände”, “Gefahrenzuschlag” und ernste, wenn nicht gar staatstragende Gesichtsausdrücke. Doch hier setzt sich überraschend gut der alte Lademeister der Aviendha durch und findet nach Aufbringung all seiner Geduld, zahlreicher Flüche und einigem Gebrüll, ein solides Familienunternehmen, was die Waren sicher durch Ostlink, dann Südquell und schließlich nach Eschenbruch bringen wird - ohne Zusatzgebühren.
Achter/Neunter Monat 332
Sommer 332 n.d.Z. Die Schwarzenfelser sind erschöpft und wohlauf aus dem fernen Harnac zurückgekehrt und freuen sich die friedlichen Weiten des Hochplateaus wieder zu erblicken. In der Baronie ist nun auch der Herbst eingekehrt und die Ernte bereits im vollen Gange. Jubel hallt über die Straßen den ganzen Weg vom Hafen bis zur Festung Sturmhöhe. Die Bürger freuen sich über die Rückkehr der Familie von Schwarzenfels und den Helden der Baronie.
Auch frohe Kunde des Waffenbruders Sir Waldemar von Eschenbruch ist eingetroffen - neuerdings Champion Harnacs und Vernichter des Dämonenaspekts. Der Sire ist wohlbehalten mit seinem Gefolge in Eschenbruch eingetroffen.
Die Delegation hatte sich aufgrund der schweren Verwundungen und traumatischen Erlebnisse mit einigen Wochen Verspätung in der Schwarzenfelser Bucht eingefunden. In den fähigen Händen der hochachtbaren Dame Arianna Rosalie von Eismond, Kronvögtin zu Erbnacht, Markverweserin zu Frostwald sowie ihrer rechten Hand dem Schamanen Wulf konnten die Verwundeten transportbereit gemacht werden und der lange Heilprozess begonnen werden.
Seite an Seite sind die Waffenbrüder vor wenigen Wochen ausgezogen den Dämonen Harat Malus und seinen letzten verbliebenen Seneschall Rupert ein für alle Mal zu vernichten. Die alten Verbündeten aus Voranenburg, Leuthenstein, Erbnacht und vom Drachenorden hatten sich ebenfalls angekündigt und eingefunden. Auch neue Verbündete und Waffenbrüder sollten gefunden werden, wie Sir Wulfgar von Rüden mit seinem Gefolge. Der Dämon ist geschlagen und seine verbliebenen Truppen auf der Flucht, doch der Hybris der Streiter des Lichts und die Unachtsamkeit in den Vorbereitungen ließen etwas Neues erschaffen, dass es in Zukunft zu beobachten gilt.
Doch nun zu den Geschehnissen, wie sie von Herrn Gonvalon im Verlauf der letzten Wochen zusammengetragen wurden.
+++Feldnotizen+++
++30. Tag des achten Monats++
Ankunft am Feldlager und Aufbau von Lager und Verteidigungsanlagen. Erste Sichtungen von Kultisten des Dämons Harat Malus und punktueller Feindkontakt. Späher zum Feindeslager entsendet. Hofrat Flamen Magnus Solis Alamariani Damian lässt sich erneut zum Lagerkommandanten erwählen, Sir Wulfgar von Rüden aus Yddland spricht als Heerführer vor und Baron Rhuarc von Schwarzenfels übernimmt die Stellvertretung. Nachtwachen eingeteilt zwischen Drachenorden, Yddländern und Schwarzenfels. Wachposten bezogen im zentralen Lager von Graf Joona von Leuthenstein. Abwehr vereinzelter Meuchler vollzogen. Bergung einer Metalllieferung der Herzögin mit besonderen Materialien.
++31. Tag des achten Monats++
Überfallkommandos der Kultisten werden seit dem Morgengrauen abgewehrt. Späher sind entsendet, zu erkunden was des Nachts verborgen blieb. Schlachtvorbereitungen werden getroffen zur Erstürmung des Feindlagers. Die Erstürmung des Feindlagers ist mit verheerenden Folgen gescheitert. Die Schlacht schien gewonnen, bis zwei Steingolems und zwei wiederkehrende Drachen das Schlachtfeld heimsuchten. Viele Schwerverletzte, Unordnung beim Rückzug und Geiselnahmen erschwerten den Tag. Graf Joona von Leuthenstein ergriff beherzt das Kommando über das Feldlazarett und konnte dieses rechtzeitig vor dem Feind evakuieren. Verhandlung mit den Kultisten zur Freilassung der Geiseln wurden eingeleitet und umgesetzt. Sir Waldemar von Eschenbruch und die Dame Arianna von Eismond konnten gegen einen hohen Lösepfand gerettet werden. Ausarbeitung eines neuen Schlachtplans vorgenommen unter Beschwörung eines Feuerelementars und Training der Frankothinger Knechte mit Fangnetzen und Sprengfallen. Erneute Erstürmung des Feindlagers mit Erfolg durchgeführt. Seneschall Rupert in einem Golemkörper identifiziert und vollständig vernichtet, Bannreliquie (Mörser) geborgen. Drache mittels Sprengnetzen zerstört, zweiter Drache tauchte nicht auf. Feierlichkeiten, ob des Tagessieges begonnen.
++01. des neunten Monats++
Der Feind hat sich gesammelt und belagert seitdem Morgengrauen unerlässlich das Feldlager und kann nur mit knapper Not zurückgehalten werden. Die Schwerter zur Zerstörung der dämonischen Teilpräsenzen werden geschmiedet und die Feindaktivitäten unterbunden. Der Kraftlinien Zirkel fällt in Feindeshand und die Streiter des Lichts führen einen unerbittlichen Rückzugkampf, bei welchem der Baron Rhuarc von Schwarzenfels durch mächtige Magie in Feindeshand fällt. Baron Rhuarc von Schwarzenfels wird - dem Tode nahe - durch einen 2:1 Tausch von Sir Fenef von Eichenthal und Waffenmeister Tengu von Fischbach gerettet und kann nur unter schwersten Anstrengungen am Vitaliaschrein gerettet werden. Sir Fenef kann durch eine magische List kurz darauf ebenfalls gerettet werden, während Waffenmeister Tengu als Berserker verzaubert in die eigenen Reiehen geschickt wird. Nach der verlorenen Schlacht am Kraftlinienritualplatz beginnen die Weihrituale für die mächtigen Schwerter. Das klerikale Schwert der Dämonenzerstörung erwählt den Alvas-geweihten Sir Waldemar von Eschenbruch. Das arkane Schwert erwählt seinen Champion unter den Engoniern. Der Heerführer Sir Wulfgar von Rüden aus den Yddlanden teilt die Truppen zum Schutz der beiden Champions ein und lässt Stellung beziehen vor dem Feind. Das Schlachtfeld ist denkbar ungünstig, da der Feind die Bergkuppe hält. Neben schwer gepanzerten Kultisten, sind viele kleinere Dämonen und Höllengezücht zugegen, sowie die dämonischen Präsenzen und der Dämon Harat Malus selbst. Die Reihen unserer Streitmacht werden mehrfach in die Flucht geschlagen, da der verbliebene Drache zurückgekehrt ist und scheinbar niemand die dämonischen Präsenzen aufhalten kann. Sir Waldemar und der andere Champion stellen schließlich im Duell ihre beiden Gegner, erschlagen diese und leiten die Vernichtung des Dämons ein. Mit einem letzten Aufbäumen der wenigen verbliebenen Streiter des Lichts wird die Bergkuppe erstürmt, nur um zu sehen wie der Dämon vernichtet und etwas Neues geschaffen wird. In einem letzten Akt opfert Harat Malus seine verbliebene Armee und erhebt sich zu etwas Neuen. Nach der Versorgung der Verwundeten und Bestattung der Toten trifft eine Delegation von Soldaten der Herzögin Harnacs ein und verkündet zahlreiche Siege entlang der Frontlinien. Die Erkenntnis reift, dass zwar der Dämon und seine Seneschalle nun endlich besiegt sind, aber der Preis dafür zu hoch ist. Die Gelehrten beginnen bereits zu analysieren, was genau schiefgelaufen ist und werden die Streiter des Lichts informieren.
++02. Tag des neunten Monats++
Die herzlichen Abschiede der Streiter des Lichts erfolgen und neue Bündnisse werden geschmiedet – die Botenraben werden viel zu tun haben in den kommenden Monaten. Die Verwundeten werden transportbereit gemacht und über den langen Landweg zum Hafen gebracht.
++einige Wochen später++
Es kehren ruhmreich und von einer jarhelangen Last befreit zurück die ausgerückten Gründungsmitglieder der Sturmklingen: Baron Rhuarc von Schwarzenfels, Baronin Kahlan von Schwarzenfels, Sir Fenef von Eichenthal, Waffenmeister Tengu von Fischbach und Grenzkommandant Edwin Wrathan.


