Scharfberg
Die Entstehungsgeschichte der Sturmklingen beginnt im beschaulichen Scharfberg (Protektorat von Tirda)
Lage und Beschreibung
Scharfberg beschreibt eine Region im Nordosten der Mittellande. Sie grenzt im Norden an Vodgorod und im Osten an den Südwestausläufer des Tinarrischen Meers. Scharfberg hat eine Nordostausdehnung von gut 150 bis 300 Mittelländischen Meilen (von Westen nach Osten hin zunehmend und eine Westostausdehnung von gut 400 Mittelländischen Meilen.
Im Osten verfügt Schafberg über einen ca. 100 Mittelländische Meilen langen Küstenabschnitt. Zum Land gehört ebenfalls eine Inselgruppe mit 5 zusammenhängenden Inseln, die etwa 5 - 10 Meilen vor der Küste liegen. Der Küste schließen sich nach Süden und Osten hin weite Ebenen an. Diese Ebene ist durch eine Vielzahl von Strömen und Flüssen durchschnitten. Im Osten und besonders im Nordosten ist Schafberg von Gebirgen dominiert, die teilweise Ausläufer bis weit ins Landesinnere haben. Im Süden und Südosten des Landes ist von Wäldern durchzogen, die nach Osten hin zunehmen.
Scharfberg wird durch den Strom Astrima in die nördlichen- und den südlichen Provinzen geteilt. Der Astrima fließt durch gesamt Scharfberg. Dabei nimmt er zahlreiche kleiner Flüsse aus dem Gebirge und auch aus den Ebenen auf bevor er bei der gleichnamigen Stadt Astriam ins Meer mündet. Der Astrima ist der bedeutendste Handlesroute in Scharfberg.
Geschichte
Die Geschichte Scharfbergs wird in vier Zeitalter unterteilt: Die Zeit der Entstehung, die Zeit der Trennung, die Zeit der Dunkelheit und die Zeit der Einheit.
Die Zeit der Entstehung liegt mehr im Bereich der Mythen und Legenden, da von dieser Zeit keine Aufzeichnungen vorhanden sind. Allgemein anerkannt sind folgende Tatsachen:
Vor gut 500 Jahren machte sich eine Gruppe unter der Führung von Jepedaja Scharfberg auf die Suche nach einer neuen Heimat. Warum sie ihre alte Heimat verließen ist unklar. Die Vermutungen reichen von Vertreibung oder Flucht bis hin zu Abenteuerlust. Diese Gruppe siedelte sich in der Region an, die heute als Zweiströme bekannt ist. Jepedaja Scharfberg war der Führer dieser Gemeinschaft und nach seinem Tode traten seine Kinder an seinen Platz. Jepedaja hatte insgesamt neun Kinder Ushur, Qandahar, Arman, Vinda, Tremere, Raman, Jadar, Frisar und Ohlek, die später Namensgeber der Stämme werden sollten. Diese Zeit ist bekannt als das Zeitalter der Gründung.
Gut 100 Jahre lebte diese Gemeinschaft in Harmonie, wuchs und breite sich schnell in der Region aus. In der dritten Generation nach der Ansiedlung begannen Streitigkeiten zwischen den Nachfahren Jepedaja Scharfbergs um den Herrschaftsanspruch. Diese Streitigkeiten gipfelten schließlich im Geschwisterkrieg, der das Zeitalter der Trennung einleitete. Die einzelnen Erblinien erklärten jeweils sich selbst zum rechtmäßigen Nachfolger und versuchten ihre Interessen mit Gewalt durchzusetzen. Der Geschwisterkrieg forderte hohe Verluste und hätte beinahe zur Vernichtung aller geführt. Bevor dies geschah, kam es zu einem letzten Treffen aller Führer, die sich um des Überlebens willen darauf einigten, den Krieg zu beenden, sich zu trennen und fortan allein und unabhängig von den anderen zu leben. Dies war die Geburtsstunde der Stämme. Für über 130 Jahre hatte die Stämme kaum oder gar keinen Kontakt zu einander.
Vor gut 270 Jahren machte sich eine Dunkelheit in den Ländern der Stämme bemerkbar, die einen Fürsten erstarken ließ und ihm die Kraft gab, alle Stämme zu unterjochen. Die Boten des Chaos hatten sich die Zerstrittenheit der Stämme zu Nutzen gemacht und begannen diese zu unterwandern und verderben. Diese Zeit ist als das Zeitalter der Dunkelheit bekannt. Auch wenn diese Zeitalter nur wenige Jahre wehrten, war es doch eines der bestimmtesten Ereignisse in der weiteren Entwicklung Scharfbergs.
Vor 250 Jahren war die Dunkelheit in Scharfberg so stark zu spüren, dass diese auch Kräfte in Norden spürten, die sich die Vernichtung des Chaos zur Lebensaufgabe gemacht hatte. Aus Tirda wurden die Cantorianer entsandt, um dem Chaos Einhalt zu gebieten. Den Cantorianer gelang es, das Chaos zu bezwingen und die Stämme erkannten wie nah sie ihrer eigenen Auslöschung waren. Diese Erkenntnis ließ die Stämme wieder zusammenfinden, um sich gemeinsam dem Schutz ihrer Heimat zu widmen. Dies war der Beginn des Zeitalters der Einheit. Die neu gefundene Einheit erlaubte es den Stämmen, die jeweiligen Stärken für alle nutzbar zu machen und die jeweiligen Schwächen gegenseitig aufzufangen. Sich der Zeit der Gründung besinnend, als alle gemeinsam zum Wohlen des ganzen gearbeitet hatten, vereinten sich die Stämme wieder unter dem Banner Scharfbergs. Dies ist die fruchtbarste und produktivste Epoche, die die Region je erlebt hat.
Kultur
In der Zeit der Teilung hat jeder der neun Stämme (Ushur, Qandahar, Arman, Vinda, Tremere, Raman, Jadar, Frisar und Ohlek) eine eigene individuelle Kultur entwickelt, die zwar alle auf der gemeinsamen Herkunft beruhen, aber auf Grund der Abgeschiedenheit von einander, den jeweiligen Gegebenheit und Einflüssen sowie von unterschiedlichstem Zuwachs der Stämmen sich teilweise auseinander entwickelt haben.
Staatsform
Die Stammeskultur ist für Scharfberg noch immer sehr wichtig. So gibt es keinen alleinigen Führer Scharfbergs, sondern einen Rat der Stämme. Dieser hat aus jedem Stamm ein Mitglied. Entscheidungen werden gemeinsam getroffen. Ist keine Konsens zu finden so entscheidet die Mehrheit. Bei solchen Abstimmungen ist es den Vertretern der Stämme nicht erlaubt sich zu enthalten. Wer keine Meinung hat, hat keinen Platz im Rat der Stämme.
Die Stämme bestimmen ihre Vertreter im Rat ihren jeweiligen Gebräuchen entsprechend. Der Rat erlässt auch Gesetzte, die für ganz Scharfberg und damit alle Stämme gelten. Nichts dem zum Trotz, haben die Stämme das Recht einige Gesetzte in ihrem Gebiet zu erlassen, solange sie den Gesetzten des Rates nicht widersprechen. Einwohner
Ein Großteil der ursprünglichen Bewohner Scharfbergs waren Menschen. Doch im Laufe der Zeit haben sich auch andere Rassen in den Grenzen Scharfbergs angesiedelt. Insbesondere seit dem Zeitalter der Trennung, als die Stämme auf "frisches Blut" angewiesen waren, nennt auch eine beträchtliche Anzahl an Zwergen (insbesondere an den Gebirgen des Nordostens) und Elfen (insbesondere in den Wäldern des Südens) Scharfberg ihre Heimat.
Rohstoffe & Handel
Scharfberg ist in der Lage sich mit seinen Ressourcen weitgehend selbst zu versorgen. Der Küstenstreifen im Nordwesten sowie die Seen in der südlichen Ebene dienen als Hautlieferant für Fisch. Die ebenen bieten ausreichen Platz für Viehzucht und durch die gute natürliche Bewässerung hervorragende Eigenschaften für Anbei von Getreide. Die Wälder des Südens sich Reich an Wild und wilden Früchten. Insbesondere im Südosten an Ausläufern des Gebirges wachsen die Trauben, aus denen der berühmte Scharberger Wein gewonnen wird. Die Gebirge im Nordosten bieten natürlich Ressourcen wie Erze oder Kohle. Allerdings reichen diese nicht aus, um eine autarke Versorgung sicherzustellen.
Seit der Befreiung von der Dunkelheit bestehen enge Handelsbeziehungen zwischen Tirda und Scharfberg. Im Schwerpunkt wird hier Scharfberger Wein und Tirdanisches Erz gehandelt.
Religion
In Scharfberg herrscht weitgehend Religionsfreiheit. Seit der Zeit der Dunkelheit sind Religionen die der Dunkelheit und dem Chaos dienen verboten.
Seit der Befreiung von der Dunkelheit durch die Cantorianer hat sich ein Scharfberg auch eine überregionale Gemeinde gebildet, die Gorod verehrt.
Der Fall der Wacht von Scharfberg, Auszug aus dem Tagebuch einer Sturmklinge
Die Wacht von Scharfberg – eine Gruppe losgelöst von Stämmen und Ständen vom ehren Ziel getrieben die gemeinsame Heimat zu schützen. Es kommt mir beinahe wie ein anderes Leben vor, als wir noch zu ihnen zählten. Naiv und unerfahren waren wir aufgebrochen um Gefahren auch fern unserer Grenzen zu begegnen…
Wer so hohe Ziele hat neigt dazu tief zu fallen. Aber vielleicht sind so ein Sturz und die damit neue Sicht auf die Welt von Nöten, um zu erkennen, dass es nicht nur schwarz und weiß gibt und dass niemand die Konsequenzen seiner Entscheidungen wirklich erahnen kann.
So waren wir aufgebrochen die Kräfte das Chaos überall zu bekämpfen, wo wir auf sie treffen umso zu verhindern, dass sie jemals unsere Grenzen erreichen. Weder wollten noch sollten wir irgendwelche Kompromisse eingehen auf diesem Weg.
So kamen wir auch in ein Land, wo sonderbare Dinge vorgingen. Die Einzelheiten sollen hier nicht wiedergegeben werden, aber so viel sei gesagt, dass finstere Mächte versuchten, einen alten Dämon zurückzuholen. Die Gemeinschaft, die sich teils durch Zufall teils durch Verpflichtung hier zusammengefunden hatte setzte es sich zum Ziel, dies mit allen Mitteln zu verhindern.
Mit allen Mitteln? Als uns von unerwarteter Seite Hilfe angeboten wurde schien es allen absurd diese anzunehmen. War es doch ein Totenbeschwörer, der uns seine widernatürliche Hilfe anbot, um den gemeinsamen Feind zu besiegen. Selbst als in der letzten Schlacht unsere Reihen immer lichter wurden und es sich abzeichnete, dass wir das Unheil nicht alleine verhindern konnten, waren wir zu stolz oder zu kurzsichtig diese helfende Hand anzunehmen.
Wohin hat das geführt? Wir haben einen Dämon auf ein ohenhin schon gebeuteltes Land losgelassen.
Entscheidungen und Konsequenzen. Um unseren hohen molarischen Ansprüchen zu genügen haben wir ein Land und seine Bevölkerung dieser Gefahr ausgesetzt. Manchmal, so scheint es mir heute, ist es notwendig und auch gerechtfertigt fragwürdige Mittel einzusetzen um das gerechte Ziel zu erreichen. Diese Entscheidung darf aber niemals leicht fallen, den die Konsequenzen sind nicht immer abzusehen.
Diese Erkenntnis hat uns gezwungen der Wacht den Rücken zu kehren. Auch wenn wir noch das gleiche Ziel verfolgen, können wir nicht mehr den alten Weg dorthin beschreiten.
Ich frage mich sowieso, ob wir zu Hause noch willkommen sind, wenn der Rat der Stämme erfährt, dass wir an der Befreiung eines Dämons mitgewirkt oder diese zumindest nicht verhindert haben.
Wir können jetzt nicht mehr Teil der Wacht von Scharfberg sein. Unsere Heimat werden wir nie vergessen und wir werden Sie auch immer verteidigen. Wir werden das Chaos überall bekämpfen wo wir es finden und wir werden den gleichen Fehler nicht zweimal begehen. Diese Gradwanderung ist nicht einfach. Ich hoffe wir werden nicht scheitern.
Andere, die zur gleichen Erkenntnis gelangt sind wie wir, treffen wir überall auf unseren Reisen. Manche schließen sich uns an, um diese Schlacht gemeinsam mit uns zu schlagen. Wir dienen keinem Land und wir dienen keinem Herrn. Wir dienen nur der Sache.
Ein Sturm kommt auf. Er zieht durch die Lande und reinigt es mit eisernem Gewitter. Wir sind dieser Sturm. Wir sind die Sturmklingen.